Weniger Luft! Fraunhofer-Software optimiert Versandkartons

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Luft füllt nahezu unbemerkt Millionen Kartons, erhöht den Materialverbrauch, das Transportvolumen und damit auch die Emissionen. Das Fraunhofer-IML hat jetzt eine Software ersonnen, um diese Effizienzprobleme gezielt anzugehen.

Mit der Kartonset-Optimierung „CASTN“ stellt das Fraunhofer-IML eine Software vor, die zu viel Luft in Versandkartons verhindert.(Bild:  Fraunhofer-IML)
Mit der Kartonset-Optimierung „CASTN“ stellt das Fraunhofer-IML eine Software vor, die zu viel Luft in Versandkartons verhindert.
(Bild: Fraunhofer-IML)

Die Software „CASTN“ zur Kartonset-Optimierung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) aus Dortmund macht Schluss mit Luftnummern. Das Software-Akronym steht für „Carton Set Optimization“ und mache, wie es heißt, „transparent, was bisher selten greifbar ist“: den tatsächlichen Volumennutzungsgrad von Versandkartons. Diese Transparenz werde mit Blick auf die europäische Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), die künftig eine Mindestvolumennutzung von 50 Prozent vorsehe, „zu einem strategischen Faktor“, wie es aus Dortmund heißt. Unternehmen analysieren mithilfe von „CASTN“ zuerst den eigenen Volumennutzungsgrad und erstellen mit der Software dann ein auf ihre Artikel optimiertes Standardkartonset. Wichtig dabei ist die Qualität der zugrunde liegenden Artikel-, Auftrags- und Kartondaten.

Die Optimierung ist immer nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert.

Lukas Lehmann, Projektleiter am Fraunhofer-IML

Gerade wegen der Wichtigkeit der Datenqualität unterstützt die neue Software Unternehmen dabei, die eigene Datenbasis zu bewerten und Schwächen zu identifizieren.

Software ist jetzt marktreif

Ein wesentlicher Anwendungsfall von „CASTN“ liege in der Vorbereitung auf die kommende PPWR. Untersuchungen zeigten, dass viele Unternehmen die künftig geforderte Mindestvolumennutzung aktuell nicht erreichten. Die neue Software schaffe hier Transparenz und zeige konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf. „Viel spannender ist doch die Frage, was Unternehmen tun, wenn sie die geforderten 50 Prozent nicht erreichen – und genau darauf gibt ‚CASTN‵ die Antwort“, so Lehmann. Mit dem Abschluss der Entwicklungsphase steht die neue Software übrigens ab sofort als marktreifes Produkt zur Verfügung.

Wie das Fraunhofer-IML mitteilt, wurde die Entwicklung von „CASTN“ durch die Fraunhofer-Zukunftsstiftung gefördert, die Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft bei der Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen unterstützt, die Lösungen für gesellschaftliche und technologisch relevante Herausforderungen schaffen. Die Stiftung orientiere sich dabei an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

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