Kritisch hinterfragt! Sind humanoide Roboter wirklich so toll?

Quelle: Fraunhofer-IPA 2 min Lesedauer

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Roboterenthusiasten glauben, das menschenähnliche Roboter die Industrie bereichern könne. Doch es fehlt an belastbaren Beweisen, weshalb Forscher vom Fraunhofer-IPA mal näher hingeschaut haben ...

So stellen sich technische Vorreiter, wie Elon Musk, die Zukunft in der Fertigung und Montage vor. Humaoide Roboter arbeiten selbstständig, oder unterstützen den Menschen. Doch besteht überhaupt die Chance, dass es so kommt? Eine Studie legt dazu viel Nachholbedarf offen ...(Bild:  Wang Shei)
So stellen sich technische Vorreiter, wie Elon Musk, die Zukunft in der Fertigung und Montage vor. Humaoide Roboter arbeiten selbstständig, oder unterstützen den Menschen. Doch besteht überhaupt die Chance, dass es so kommt? Eine Studie legt dazu viel Nachholbedarf offen ...
(Bild: Wang Shei)

Humanoide Roboter, man denke an C3PO aus Star Wars, werden derzeit von vielen Spezialisten entwickelt und entsprechend gehypt, wie etwa Elon Musks künstlicher Kollege Optimus. Aber findet man solche mechanischen Wesen auf zwei Beinen wirklich schon in der Praxis? Und was bringen sie eigentlich an Vorteilen? Um Antworten zu bekommen, hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) deshalb mal eruiert, was bei humanoiden Robotersystemen Sache ist. Kurz gesagt, können sie sich sich auf alle Fälle um den Materialtransport und die Maschinenbeladung kümmern, aber auch das Greifen durchaus anspruchsvoller Gegenstände könnte ihre Domäne werden. Vor allem sind sie also flexibel einsetzbar, wie es weiter heißt.

Übliche Roboter sind präziser und schneller

Wie die IPA-Spezialisten sagen, liegt das hauptsächlich an der Kombination aus Mobilität und diverser Greiftechnik. Auch seien sie relativ leicht in bestehende Fertigungssystem integrierbar. Wenn es aber um Präzision und Schnelligkeit geht, so sind andere Robotersysteme ihnen derzeit noch überlegen, wie bei der Studie herauskam. Außerdem ist in Sachen Roboter-Mensch-Kollaboration bei der Sicherheit noch nachzubessern. Die Forscher empfehlen, technische Standards zu erarbeiten – man denke an die ISO TS 15066. Auch in rechtlichen Dingen ist noch längst nicht alles in trockenen Tüchern! Die Schätzungen, ab wann menschenähnliche Roboter praxisreif sind, reichen von drei bis sogar zehn Jahre. Wer weiß, ob sie dann nicht schon wieder überholt sind?!

Der Einsatz steht und fällt mit der Wirtschaftlichkeit

Technische und rechtliche Probleme aus der Welt zu schaffen sind das Eine. Doch im Endeffekt entscheidet über das Wohl und Wehe von humanoiden Robotern in der Industrie deren Wirtschaftlichkeit im Vergleich mit bestehenden Systemen. Rund die Hälfte der Teilnehmer an der Studie wären heute sogar schon bereit, bis zu 100.000 Euro in menschenähnliche Roboter zu investieren. Das IPA-Forscherteam empfiehlt deshalb, dass man kritische Technologien fördern sollte, was vor allem durch entsprechende Finanzierungsprogramme für Start-ups geschehen sollte.

Das sollten humanoide Roboter bieten:

  • Auf Software basierende Sicherheitsfunktionen;
  • Der Rechtsraum muss für Anwender klar definiert werden;
  • Feinfühligere Endeffektoren (Greifer et cetera);
  • Sie sollten einfach zu programmieren sein;
  • Die Sensortechnik muss dazu führen, dass humanoide Roboter schnell uns sicher reagieren;
  • Es braucht entsprechende Spezifikation für die Mensch-Roboter-Kollaboration;
  • KMU und Start-ups sind durch finanzielle Fördermaßnahmen zu unterstützen.

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