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EDI ist bei vielen kleineren Unternehmen aber wegen seiner Komplexität wenig populär.
Kampker: Deshalb setzen wir auf den Standard My-Open-Factory für den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten. Der Standard besteht aus einem frei zugänglichen Datenaustauschformat und einer internetbasierten Plattform zur Übertragung von Bestellungen oder Auftragsbestätigungen.
Das jeweilige ERP-System wird über einen Adapter an die Plattform angeschlossen und kann sofort mit allen anderen angeschlossenen Systemen kommunizieren. Auf diese Weise kann ein Unternehmen nach und nach alle seine Lieferanten auf die Plattform aufschalten. Wohlgemerkt, das ist jeweils eine 1:1-Verbindung, keine Plattform für öffentlich sichtbare Ausschreibungen.
Wegen der geringen Kosten lohnt sich das selbst für Betriebe mit zwei oder drei Mitarbeitern. Im Maschinenbau können bereits 30 bis 40% aller Zukaufteile über My-Open-Factory beschafft werden.
Ihre Studienteilnehmer wollen eine öffentliche Lieferantenbewertung einführen. Was ist damit gemeint?
Kampker: Die Unternehmen können zur Zeit nur sehr schwer messen, welchen finanziellen Vorteil ihnen die Termintreue ihrer Lieferanten bringt. Wir sind jetzt zusammen mit den Betrieben dabei, die Folgen von Wartezeiten als Kostenfaktor zu kalkulieren.
Aufgrund der errechneten Summen kann jedes Unternehmen seinen Lieferanten genau bewerten. Im nächsten Jahr soll das auf My-Open-Factory möglich sein.
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