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Für jedes Zinkdruckguss-Bauteil die passende Beschichtung finden

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Funktionelle galvanische Verzinkung verbessert zugleich die Optik

Bei der funktionellen galvanischen Verzinkung wird neben der Steigerung des Korrosionsschutzes auch eine optische Aufwertung der Oberfläche erreicht (Bild 6). Das elektrolytisch abgeschiedene Zink ist homogen und ebnet gegebenenfalls die Oberfläche ein, wodurch das Bauteil glänzender und gleichmäßiger erscheint. Durch die Wahl der anschließenden Chrom(III)-haltigen Passivierung kann die gewünschte Optik und der nötige Korrosionsschutz des Bauteils erreicht werden:

  • Dünnschichtpassivierung: bläulich irisierend mit mäßigem Korrosionsschutz;
  • Dickschichtpassivierung: rot-grün irisierend mit hervorragendem Korrosionsschutz (Bild 7);
  • Schwarzpassivierung: schwarz mit gutem Korrosionsschutz.

Eine zusätzlich aufgebrachte Versiegelung kann den Korrosionsschutz, die Hitzebeständigkeit oder die tribologischen Eigenschaften weiter verbessern [1, 2].

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Bei der Direktpassivierung von Zinkdruckguss kommen auch Chrom(III)-haltige Verfahren zum Einsatz. Der wesentliche Vorteil ist die einfache und kostengünstige Prozessführung. Im Vergleich zur galvanischen Veredelung mit anschließender Passivierung sind Badfolge und Behandlungszeit kürzer und ein höherer Materialdurchsatz ist möglich. Allerdings erreicht man hiermit nur eine technische Schicht mit gutem Korrosionsschutz, die keinerlei dekorative Eigenschaften besitzt (Bild 8).

Chrom(III)-Passivierung bietet gute Grundlage für Lackierung

Die Direktpassivierung ist auch eine hervorragende Basis für eine anschließende Lackierung. Besonders deutlich wird der gute Korrosionsschutz der Chrom(III)-Passivierung, wenn Bereiche des Bauteils nicht oder nur unvollständig lackiert sind; sei es gewollt aus Gründen der Maßhaltigkeit oder ungewollt wegen der komplizierten Geometrie der Bauteile.

Im Vergleich zu einer üblichen Eisenphosphatierung als Vorbehandlung vor dem Lackieren schneidet die Chrom(III)-Passivierung deutlich besser ab. Nach 120 h im Salzsprühnebel ist bei der Eisenphosphatierung am Prüfritz schon eine deutliche Unterwanderung zu erkennen. Unlackierte Bereiche zeigen voluminöse Zinkkorrosion und auch an Innenkanten, die der applizierte Pulverlack nicht vollständig abdeckt, bricht die Korrosion durch. Bei der Chrom(III)-Passivierung dagegen ist noch keine Unterwanderung am Prüfritz zu erkennen und unbeschichtete oder unvollständig beschichtete Bereiche zeigen nahezu keine Korrosionserscheinungen.

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