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Insgesamt brachte das Unterpulver-Schweißen nach den bisherigen Erfahrungen einen sehr großen Nutzen. Besonders erwähnenswert sind die hohen Abschmelzleistungen und der verhältnismäßig geringe Wärmeeintrag. Daraus ergeben sich ein hoher Wirkungsgrad und die sehr niedrige Fehlerhäufigkeit von weniger als 0,1 % relativ zur Nahtlänge.
Art der Prüfung und die zu prüfende Naht bestimmen die Prüfungsintervalle
Die Abläufe beim Herstellen der endgültigen Rohrteile in der Sektionsmontagelinie sind vergleichbar mit dem Herstellungsprozess bei den Zwillingen. Eine wesentliche Verbesserung für die inzwischen länger und schwerer gewordenen Rohrelemente bringt dabei die Antidrifteinheit. Sie wurde von Oerlikon entwickelt und gewährleistet die gewünschte Rundlaufgenauigkeit der schweren Rohrteile.
Parallel zum Fertigungsfluss sind mehrere Drehvorrichtungen installiert. Sie nehmen die auf der Sektionslinie fertig montierten Rohrelemente vorübergehend auf. Während die Sektionslinie neu belegt wird, können hier Kleinteile angeschweißt, Montagebleche entfernt und Prüfungen durchgeführt werden. Die Prüfungen dauern zum Teil bis 36 Stunden. Innerhalb der Linie würden sie die Produktivität drastisch reduzieren.
Das Regelwerk des Germanischen Lloyd schreibt je nach Bauteil und Baugruppe detailliert umfangreiche Prüfungen vor. Die Art der Prüfung und die zu prüfende Naht bestimmen die Prüfungsintervalle. Selbstverständlich sind alle Ergebnisse zu dokumentieren.
Auslastung und Verfügbarkeit der Anlage liegen bei 100 %
Nach dem Abschluss aller Arbeiten und Tests liegen die unterschiedlichen Rohrteile zum Transport und zur Endmontage im nahegelegenen Fertigungsstandort Lunedeich bereit. Von dort gelangen sie per Schiff an ihren endgültigen Offshore-Aufstellort.
Nach knapp zwei Jahren Produktionserfahrung betrachtet man bei Weserwind das gesamte Produktionskonzept als gut gelungen. Auslastung und Verfügbarkeit liegen bei 100 %. Maßgeblich dafür sind Synergien auf verschiedenen Ebenen. An erster Stelle steht dabei die intensive Zusammenarbeit von Auftraggeber und -nehmer im Hinblick auf Erfahrungsaustausch, gemeinsame Versuche, Entwicklungen und Lösungen.
Insgesamt ist das Produktionskonzept zum wesentlichen Teil von praktischen Überlegungen geprägt worden.
* Jürgen H. Krenzer ist Produktmanager für Maschinen/Anlagen Schweißen und Schneiden bei der Oerlikon Schweißtechnik GmbH, 67304 Eisenberg. Dipl.-Ing. Gerd Trommer ist Journalist Technik und Wirtschaft sowie Inhaber des rgt Redaktionsbüros in 64579 Gernsheim
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