Energieeffizienz Gebäudeautomation ermöglicht hohe Energieeinsparungen
Der Betrieb von Büros oder Fabrikhallen verbraucht viel Energie für Heizung, Lüftung, Klimatisierung oder Beleuchtung. Um diesen Energieverbrauch auf ein Minimum zu senken, empfiehlt es sich, die Steuerung der Gebäudefunktionen zu automatisieren. Ganz nebenbei lässt sich auch der Komfort erhöhen.
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60% weniger Stromverbrauch bei der Beleuchtung, 40% weniger in der Klimatechnik und 25% Wärmeenergieeinsparung sind laut einer Studie der Hochschule Biberach durch Gebäudeautomatisierung möglich. „Eine Gesamt-Primärenergieeinsparung von 40% ist erreichbar“, sagt auch Jan Spelsberg, Geschäftsführer der Spega – Spelsberg Gebäudeautomation GmbH, und aktiv im Gebäudeautomations-Verband Lonmark: „Generell zählen Investitionen in die Gebäudeautomation zu denjenigen, die mit relativ geringen Mitteln hohe Einspareffekte erzielen.“ Allerdings gelte es, dafür die aktuellen Standards zu beachten, die in der Norm DIN EN 15232 festgelegt sind.
Gebäudeautomation schafft Grundlage für Energieeffizienz
„Die Gebäudeautomation koordiniert und steuert die Energieströme, passt den Betrieb der gebäudetechnischen Anlagen den Nutzungserfordernissen an, sie kontrolliert und überwacht den optimalen Betrieb“, erläutert Ullrich Brickmann, Leiter Marketing für Energieeffizienz bei Gebäuden von der Siemens AG, Division Building Technologies. Die Gebäudeautomation sei damit Basiswerkzeug für das Energiemanagement und geringen Energieverbrauch.
Beispiele nennt Hans Symanczik, Leiter Produkt- und Marketingmanagement bei der Kieback&Peter GmbH & Co. KG: „Die Heizung wird automatisch ausgeschaltet, wenn im Raum ein Fenster geöffnet wird. Oder im Winter wird die Heizung unterstützt, indem in einem nicht benutzten Raum alle Jalousien hochgefahren werden, um die Wärme des Sonnenlichtes zu nutzen.“
Doch kann die Gebäudeautomation noch mehr: „Weitere Energieeinsparungen an fossilen Energieträgern ergeben sich daraus, dass mit Gebäudeautomation die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen, zum Beispiel Solar oder Erdwärme, optimal eingebunden werden kann“, sagt Symanczik. Das Automationssystem sorge dafür, dass bei der Energieerzeugung ein möglichst hoher Anteil an regenerativer Energie berücksichtigt wird.
Bis zu 50% weniger Energieaufwand durch Gebäudeautomation
Doch auch ohne Solaranlage rechnet sich die Gebäudeautomation: „Durch eine optimierte Regelung der Heizungsanlage können zwischen 15 und 30% eingespart werden. Bei der Warmwasseraufbereitung liegt das Potenzial zwischen 10 und 20%. Im Bereich Klimatechnik können zwischen 30 und 50% an Energie eingespart werden. In Bezug auf die Beleuchtung erfordert eine Verbesserung sogar bis zu 50% weniger Energieaufwand“, schätzt Karlheinz Jäger, deutscher Verkaufsleiter der Honeywell GmbH, Division Centraline.
Konkreter erläutert es Spelsberg anhand eines Bürogebäudes der Energieeffizienzklasse A nach DIN 15232 im Vergleich zu einem Gebäude der Energieeffizienzklasse C, der zweitschlechtesten Klasse. Danach können bei der Beleuchtung als größtem Energieverbraucher 60% des Primärenergiebedarfs eingespart werden, bei Heizung und Klimatisierung sind es jeweils 30% (Tabelle siehe Bildergalerie). „Wie hoch die Einsparungen letztendlich sind, hängt immer von der örtlichen Situation ab, von der Struktur des Gebäudes, seiner Nutzung und aber auch von der Qualität der Gebäudeautomation und der Systemintegration“, erläutert Symanczik. Davon hängen auch die Amortisationszeiten ab.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Studie: Offene Protokolle sorgen für erfolgreiches integriertes Gebäudemanagement
Link: Weißbuch: Steigerung der Energieeffizienz durch Gebäudeautomation
Link: Brandenburgische Technologieinitiative: Energieeffizienz durch Gebäudeautomation
Link: Siemens-Broschüre: Gebäudeautomation – Einfluss auf die Energieeffizienz
Link: Artikel: Kurzstreckenfunk reduziert den Primärenergieverbrauch
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