FRT – Fries Research & Technology Gerätehersteller setzt auf Multisensortechnik bei Oberflächenmessverfahren

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Ein Messgerät für unterschiedliche Messaufgaben. Das ist die Antwort der Fries Research & Technology GmbH, Bergisch Gladbach, auf die verschiedenen, zum Teil widersprüchlichen Anforderungen in der Oberflächenmesstechnik. Laut Geschäftsführer Dr. Thomas Fries geht der Trend zur Multisensortechnik und zu zerstörungsfreien Messverfahren.

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Welche Anforderungen stellen Anwender an die Oberflächenmesstechnik?

Fries: Eine grundlegende Anforderung an moderne Oberflächenmess-Systeme besteht in der berührungslosen, also zerstörungsfreien Messung von Oberflächen.

Ist das der Grund, warum Ihr Unternehmen auf optische Messsensoren setzt?

Fries: Im Gegensatz zu taktilen Messverfahren, arbeiten unsere Geräte hauptsächlich mit optischen Sensoren, sodass die Probenoberfläche unbeschädigt bleibt. Gerade bei der Qualitätskontrolle von Produkten mit hohen Fertigungskosten ist die zerstörungsfreie Untersuchung eine notwendige Vorraussetzung.

Die Anwendung berührungsfreier Verfahren ist mit Sicherheit nicht der einzige Trend in der Oberflächenmesstechnik.

Fries: Insgesamt nimmt die Komplexität heutiger Produkte und somit die Anzahl der zu untersuchenden Oberflächenparameter zu. Gleichzeitig steigt die Auflösung mit der solche Messungen durchgeführt werden müssen. Die Krux an der Sache ist, dass häufig zwischen eben diesen sehr unterschiedlichen Anforderungen ein Widerspruch besteht, denn herkömmliche Messgeräte sind meist nur auf eine Messaufgabe oder einen Messbereich spezialisiert.

Wie löst Ihr Unternehmen diese zum Teil widersprüchlichen Anforderungen?

Fries: Eine interessante Lösung für dieses Problem bieten unsere Multisensor-Oberflächenmessgeräte in Kombination mit leistungsfähiger Software. Sie eröffnen heute schon die Möglichkeit, die Stärken der unterschiedlichen Messverfahren in einem universellen Messgerät zu vereinen und zu automatisieren. Das heißt: Wir sind in der Lage, diverse Parameter wie Rauheit, Schichtdicke, die 3D-Topographie und vieles mehr mit interferometrischen und konfokalen Verfahren oder der nanometergenauen Rasterkraftmikroskopie zu untersuchen – und zwar mit nur einem Messgerät.

Ist Automatisierung in der Oberflächenmesstechnik genauso wichtig wie in der Fertigungstechnik?

Die Automatisierung und Flexibilisierung der Applikationen bestimmen die Richtung für Weiterentwicklungen – und zwar branchenübergreifend. Das ist Fakt. Die Vorteile der Automatisierung liegen auf der Hand: Effizienz, kürzere Durchlaufzeiten und Kosteneinsparungen.

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