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Das jüngste Produkt von FRT ist ein optisches Profilometer. Worin liegen die Vorteile dieser Entwicklung?
Fries: Wir haben kürzlich ein neues Profilmeter vorgestellt, mit dem vor allem Einsteiger eine Fülle von Oberflächenmessungen durchführen können. Im Wesentlichen wird das Gerät eingesetzt für die Messung von Profilen, Rauheit, Stufenhöhen, Geometrien aber auch der 3D-Topographie, dem Traganteil oder zur Volumenberechnung. Das Gerät ist unser Angebot an kostensensible Anwender, deren Investitionsbereitschaft zurzeit zurückhaltender ist als sonst.
Wesentlich für die Messgenauigkeit solcher Geräte ist das Arbeitsprinzip der Sensoren. Was für ein Sensor ist im Profilmeter installiert?
Fries: Zum Einsatz kommt ein neuer berührungsloser Punktsensor der FRT-CWL-Sensorfamilie. Durch eine LED als lichtstarke und langlebige Lichtquelle und das chromatisch-optische Sensorprinzip können selbst stark absorbierende Oberflächen sehr schnell und zuverlässig gemessen werden. Das Funktionsprinzip der chromatischen Abberation bietet ein Auflösungsvermögen bis in den Nanometerbereich und ist robust sowie wartungsarm. Weil keinerlei bewegliche Teile zum Einsatz kommen. Erwähnenswert ist auch, dass das Gerät bereits standardmäßig mit einer CCD-Kamera ausgestattet ist, die während der Positionierung des Sensors die Probenoberfläche in der Steuersoftware vergrößert anzeigt.
Welcher Nutzen ergibt sich daraus für Anwender?
Fries: Der Hauptnutzen für die Anwender liegt in der hohen Auflösung der Messungen, der berührungslosen Durchführung sowie der im Vergleich zu taktilen Messgeräten höheren Messgeschwindigkeit. Außerdem können Anwender damit nicht nur Oberflächenprofile messen, sondern eine gesamte Topographie erfassen und in 3D darstellen, wodurch man nochmal einen ganz anderen Einblick in die Beschaffenheit von Produkten erhält.
Wird der Profilometer dem Ansprich „ein Messgerät für unterschiedliche Messaufgaben“ gerecht?
Fries: Durch den Einsatz optischer Sensortechnik ist so ein Gerät wesentlich vielseitiger, was die messbaren Proben angeht. Anwender in Entwicklung und Produktion können damit unterschiedlichste Oberflächen von glatt bis sehr rau, matt bis spiegelnd oder sogar transparent charakterisieren.
Wie sieht es mit der unternehmensübergreifenden Vergleichbarkeit und Dokumentierfähigkeit der Messergebnisse aus?
Fries: Die beiliegende Auswertesoftware, die übrigens von einem sechsköpfigen Entwicklerteam ständig gepflegt und erweitert wird, bietet zahlreiche Analysefunktionen, die den etablierten Metrologie-Standards wie DIN, ISO, SEMI, ASTM oder JIS entsprechen. Selbstverständlich lassen sich alle Messergebnisse problemlos als überzeugende Berichte ausdrucken oder in eine PDF-Datei umwandeln. Sie sehen, das Gerät ist eine umfassende Lösung für die Charakterisierung aller Arten von Oberflächen.
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