Gewinde in Umformteile einzubringen und gleichzeitig effiziente Produktionsabläufe einzuhalten – das ist keine leichte Aufgabe. Die Albrecht Jung GmbH hat dazu das Gewindeformen in das Stanz- und Umformwerkzeug verlagert. Dabei kann sie in der Produktion eine hohe Hubzahl beibehalten – dank der elektronischen Gewindeformeinheit Fetu.
Mit der elektronischen Gewindeformeinheit Fetu von Fibro Normalien lassen sich Gewinde schnell und prozesssicher in Umformteile einbringen.
(Bild: Itasse)
Von Schaltern und Steckdosen bis hin zu kompletten Smart-Home-Systemen – und das in hochwertigem Design: Der Hersteller Albrecht Jung aus Schalksmühle im Sauerland folgt seit über 110 Jahren dem Grundsatz „Fortschritt als Tradition“. Ob Licht, Beschattung, Klima, Energie, Sicherheit, Türkommunikation und Multimedia – Systeme von Jung verschmelzen Design mit Smart-Home- und Smart-Building-Technologie.
Für seine hochwertigen Produkte setzt Albrecht Jung auf eine Produktion ausschließlich in Deutschland. Deshalb befindet sich in Schalksmühle neben der Unternehmenszentrale auch ein Werk mit Werkzeugbau und Stanzerei. Hier entstehen vor allem Steckdosen – und das mit einer hohen Fertigungstiefe. „Metallteile fertigen wir bis auf Schrauben und Buchsen selbst“, erläutert Michael Schulte, Leiter Werkzeugkonstruktion und stellvertretender Leiter des technischen Service am Standort Schalksmühle. Zugekauft wird übrigens auch in erster Linie in der Region.
Für die Produktion steht ein beachtlicher Maschinenpark zur Verfügung: Bruderer-Stanzpressen mit einer Presskraft zwischen 25 und 125 Tonnen sind dabei, ebenso wie ein Bihler-Stanzbiegeautomat und zwei Servospindelpressen für Oberflächen- und Tiefziehteile mit 100 beziehungsweise 125 Tonnen Presskraft. „Wir legen Wert auf einen modernen Maschinenpark“, sagt Schulte, und weiter: „In den vergangenen sieben Jahren haben wir jedes Jahr eine Anlage ausgetauscht oder generalüberholen lassen.“
Hergestellt werden dort unter anderem Tragplatten für für Elektroinstallationsgeräte. Davon gibt es bei Albrecht Jung 29 Varianten, in 95 Prozent davon sind sechs oder acht Gewinde eingebracht. Auch USB- oder andere Multimediaanschlüsse können auf die Tragplatten geschraubt werden, ebenso wie Elektronikbauteile. „Das ist bei uns eine ganz universelle Tragplatte“, erläutert Schulte.
Mehr Effizienz im Presswerk
Die Fachtagung von MM MaschinenMarkt und blechnet
Presswerke sind eine Millioneninvestition, entsprechend viel Output erwartet man von ihnen. Wie lassen sich Kosten senken und die Effizienz erhöhen? Vor dem Hintergrund der Herausforderungen von Qualität, Flexibilität, sinkenden Losgrößen und Verfügbarkeiten gilt es die Produktion für den steigenden Kostendruck fit zu machen. Lösungen, die Sie sofort in Ihrem beruflichen Alltag unterstützen, finden Sie als Entscheider auf unserer praxisnahen Fachtagung.
Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss sich die Produktion auch bei Albrecht Jung kontinuierlich verbessern. Deshalb hat das Unternehmen ein Projekt gestartet, um die Rüstzeiten zu reduzieren, die Herstellkosten zu senken und die Gewinde im laufenden Prozess einzubringen. Zuvor wurden die Tragplatten ohne Gewinde gestanzt. Zum Gewindeformen mussten dann die Tragplatten auf eine separate Anlage aufgelegt werden. Dort ließen sich dann maximal sechs Gewinde einbringen, bei mehr Gewinden war ein zweiter Durchlauf notwendig.
Um den Produktionsprozess zu verbessern, hat Albrecht Jung eine neue Bruderer-Stanzpresse mit einem 1,8 Meter langen Maschinentisch angeschafft. Auch bei den Werkzeugen hat das Unternehmen großen Wert auf viel Bedienkomfort gelegt, um die Rüst- und Störzeiten in der Produktion gering zu halten. Je nach Bedarf lassen sich bestimmte Module schnell austauschen, wenn eine andere Produktvariante produziert werden soll.
Damit die Gewinde im laufenden Prozess eingebracht werden können, enthalten die Werkzeuge jetzt die elektronische Gewindeformeinheit Fetu (für Fibro Electronic Tapping Unit). Die elektronische Gewindeformeinheit lässt sich überaus einfach integrieren. Unabhängig von der Art des Werkzeugs verläuft das Einbringen des gewünschten Gewindes prozesssicher und kontrolliert.
Fetu erzeugt dabei Gewinde in den Größen M0,8 bis M12. Das System überwacht zudem automatisch die Kernlochbeschaffenheit und den Zustand des Gewindeformwerkzeugs. Bei einer Abweichung, sei es durch Werkzeugbruch, Verschleiß oder Abweichungen des Kernlochs, werden die Prozesse in Sekundenbruchteilen gestoppt und das Werkzeug fährt in eine sichere Position. Fetu als Gesamtsystem aus Servoantrieb, Gelenkwelle, Formerkopf und optionalem Winkelgetriebe kommt dabei mit sehr wenig Bauraum aus.
Einwandfrei Gewinde formen
Dank seiner hohen Kundenorientierung kam Fibro Normalien schnell ins Spiel. „Während andere Anbieter nur Standardeinheiten oder ein mechanisches Gewindeformen anbieten konnten, hat Fibro Normalien auch Sonderlösungen angeboten“, sagt Schulte. Deshalb hat er sich mit seinem Team schnell für den Hassmersheimer Normalienspezialisten entschieden – schließlich galt es, ein großes Portfolio abzudecken.
Auch bei anderen Fragen konnte Fibro Normalien weiterhelfen: Wie lassen sich die Formköpfe am besten im Modul aufhängen? Und wie lässt sich der Antriebsstrang im Werkzeug am besten an den Formkopf anschließen? Dabei war der Platz im Werkzeug durch die Länge des Maschinentisches begrenzt. „Eine größere Bruderer-Maschine mit der entsprechender Stanzkraft als die mit dem 1,8-Meter-Tisch gibt es nicht“, erläutert Schulte. Deshalb war auch der geringe Bauraum der Gewindeformeinheit Fetu wichtig.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Mittlerweile fertigt Albrecht Jung die Tragplatten mit 150 Hub pro Minute und bringt auch gleich sechs oder acht Gewinde mit ein – je nachdem, was gerade benötigt wird. Neben der Ausbringungsleistung ist auch die Qualität gestiegen, weil mehr Sensorik für die Überwachung verfügbar ist. „Die Drehmoment-Überwachung bei der Gewindeformeinheit ist bei uns Standard, das ist das Besondere bei Fibro Normalien“, sagt Lars Jahncke, Technischer Berater des Unternehmens.
Als das Projekt startete, produzierte Albrecht Jung 600.000 Tragplatten pro Jahr. Mittlerweile sind es 900.000 pro Jahr. „Wir können sie günstiger, schneller und prozesssicherer herstellen“, sagt Schulte, und weiter: „Es hat das gebracht, was wir uns erhofft haben.“