Standardisierte Normalien
Hochpräzision im Stanzteil

Von M.A. Frauke Finus 3 min Lesedauer

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Bei der Serienfertigung komplexer Präzisionsstanzteile ist Qualität bei der Hapema GmbH in Engelsbrand Nähe Pforzheim das oberste Leitbild. Deshalb wundert es nicht, dass in den Bereichen Werkzeugkonstruktion und -bau überdurchschnittlich viele Mitarbeiter tätig sind. In einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit setzt Hapema auf Normalien von Meusburger.

Ein Bauteil, wie Hapema es fertigt: ein Kontaktierungsring.(Bild:  Hapema)
Ein Bauteil, wie Hapema es fertigt: ein Kontaktierungsring.
(Bild: Hapema)

Seit diesem Jahr sitzt die zweite Generation mit in der Geschäftsführung der Hapema GmbH: Eva Christmann steht nun ihrem Vater Hans-Peter Christmann zur Seite. In die Leitung des Unternehmens mit rund 80 Mitarbeitern steigt sie zu einem Zeitpunkt ein, in dem es bekanntermaßen schwierig zugeht. Lange Jahre waren es rund 90 Prozent aller Bauteile, die der Stanzexperte in die Automobilindustrie geliefert hat. „Wir sind bereit für neue Branchen“, berichtet Eva Christmann. „Aus den Bereichen Medizintechnik, weiße Ware, Elektroindustrie sowie Luft- und Raumfahrt kommen einige unserer neuen Kunden.“ Um gerüstet zu sein, denken Vater und Tochter über die Anschaffung einer weiteren Bruderer-Stanzmaschine nach. 10 dieser Hochleistungsstanzautomaten stehen bereits in den Hallen in Engelsbrand.

Angefangen hat alles vor über 30 Jahren mit einer Präzisionsschleifmaschine, als der Senior-Chef, gelernter Werkzeugmacher, den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Es folgten die ersten Fräs- und Erodiermaschinen, mit denen Werkzeugbau-Aufträge für Stanzereien in der Nachbarschaft einher gingen. Noch heute kann man die Dienstleistung der Werkzeugkonstruktion und des Werkzeugbaus bei Hapema einkaufen. Doch ein zweiter wichtiger, naheliegender Baustein ist mittlerweile die Serienfertigung von Stanzteilen. Dafür stehen eben jene genannten Hochleistungsstanzautomaten bereit. In zwei Schichten werden hier vom Band weg einbaufertige Präzisionsstanz- sowie -stanzbiegeteile produziert. In teilweise bis zu 8 Prozessschritten wird in den Maschinen unter anderem auch laserbeschriftet oder geschweißt. Die modularen Folgeverbundwerkzeuge sind demzufolge hochkomplex – wie Stationen für diverse Einpresszonen, Montagestationen oder Zuführung von Kontaktnieten bzw. separaten Teilen. Die Werkzeuge sind dabei auf engste Toleranzen ausgelegt und es können Bandstärken von 0,05 bis 1,5 Millimetern sowie einer Bandbreite bis 200 Millimetern in allen gängigen Materialien und Oberflächen verarbeitet werden.