Energiespeicherung Gießerei Heunisch forscht an thermischem Energiespeicher
Die Gießerei Heunisch GmbH, Bad Windheim, will die Abwärme ihrer Produktion besser nutzen. Zwar speist das Unternehmen seit einem Jahr die Abwärme vom Kupolofen, die bei der Produktion von Graugussteilen anfällt, in das Nahwärmenetz der Stadtwerke Bad Windsheim ein. Ein neues Forschungsprojekt soll aber nun weitere Möglichkeiten für die Wärmenutzung eröffnen.
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Über das Nahwärmenetz werden bereits verschiedene Abnehmer mit Wärmeenergie versorgt. Zusätzlich zu dieser externen Nutzung der Abwärme werden betriebsintern verschiedene Bereiche, wie der Trocknungsofen der Farbgebung, mit Wärmeenergie bedient, wie das Unternehmen mitteilt.
Trotz der diversen Energieabnehmer stehe noch weitere Wärmeenergie in der Eisengießerei bislang ungenutzt zur Verfügung. In einem Forschungsvorhaben will nun die Gießerei Heunisch zusammen mit dem Zentrum für angewandte Energieforschung in Garching und dem Industrieofen und –anlagenbauer Küttner in Essen diese Energie durch Speicherung nutzbar machen.
Die überschüssige Energie soll mit Hilfe von Thermoöl am Rekuperator des Kupolofens abgezogen und in einem Hochthemperaturspeicher „geparkt“ werden. In Stillstandzeiten des Schmelzaggregates werden dann die verschiedenen Abnehmer mit Energie aus dem Speicher versorgt. „Es wird noch erforscht, welches Medium dafür am besten geeignet ist“, erläuterte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von MM Maschinenmarkt. Wasser scheide aus, da es bereits bei 100 °C verdampft. „Es läuft auf eine Kombination von Thermoölen und Feststoffen hinaus“, sagte der Sprecher weiter.
Lassen sich die Pläne in die Praxis umsetzen, könne der Einsatz von fossilen Energieträgern reduziert werden. Durch sinkenden CO2-Ausstoß sei die Umwelt der Gewinner bei diesem Forschungsvorhaben.
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