Bedrohung des Mittelstands Geplante „Plastiksteuer“ könnte im Mittelstand viel Schaden anrichten

Quelle: GKV 3 min Lesedauer

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Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) warnt nicht ohne Grund vor der vom Bundesfinanzministerium (BMF) geplanten Steuer auf Kunststoffverpackungen ...

Anstatt dem deutschen Mittelstand eine mehr als merkwürdige „Plastiksteuer“ aufzubürden, die alles noch schlimmer machen dürfte, als es schon ist, sollten laut Ansicht des GKV die Themen Recycelbarkeit und Rezyklateinsatz bei Kunststoffverpackungen gestärkt werden ...(Bild:  KI-generiert)
Anstatt dem deutschen Mittelstand eine mehr als merkwürdige „Plastiksteuer“ aufzubürden, die alles noch schlimmer machen dürfte, als es schon ist, sollten laut Ansicht des GKV die Themen Recycelbarkeit und Rezyklateinsatz bei Kunststoffverpackungen gestärkt werden ...
(Bild: KI-generiert)

Um Finanzlöcher zu stopfen, will das Bundesfinanzministerium laut eines Entwurfs für eine „Plastiksteuer“ durchsetzen, dass jeder in Deutschland, der Folien, diverse dünnwandige industrielle Halbzeuge sowie bestimmte Transport- und Verpackungsmittel aus Kunststoff oder mit Kunststoffanteil herstellt, ab 1. Juli 2027 dafür Steuern zu zahlen hat – und zwar unabhängig davon, ob daraus später überhaupt Verpackungen werden. Die Steuer ist auch nicht auf Konsumverpackungen beschränkt, sondern betrifft auch Industrie- und Gewerbeverpackungen sowie Mehrwegsysteme, wie der GKV weiter wissen lässt. Der Steuersatz von 550 Euro pro Tonne entspricht etwa 30 Prozent des Materialpreises! Je nach Materialanteil werden Verpackungen damit um 20 bis 50 Prozent teurer. Die Kosten dafür trägt natürlich der Endverbraucher – das ist im Vorschlag ausdrücklich auch so vorgesehen, wie man wissen sollte. Aber nach Berechnungen des GKV würde die Steuer viele mittelständische Betriebe in ihrer Existenz bedrohen und bis zu 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland kosten. Der Verband appelliert deshalb an die Bundesregierung, dem Vorschlag nicht zuzustimmen.

Die „Plastiksteuer“ macht mehr kaputt als gut

Die Plastiksteuer trifft demnach einseitig Unternehmen, die in Deutschland Verpackungsmaterialien aus Kunststoff produzieren und damit auch ihre Kunden, während verpackte Importware steuerfrei bleibt. Ein in Deutschland abgefüllter Joghurt wäre beispielsweise steuerpflichtig, ein importierter Joghurt aus dem Ausland nicht. „Deutsche Hersteller und Abfüller zahlen für die Verpackungsabfälle importierter Waren! Das ist Sabotage am Wirtschaftsstandort Deutschland“, kritisiert Georg Pescher, Vizepräsident des GKV und Geschäftsführer der Alpla - Werke Lehner GmbH & Co KG, diese abstruse Idee, die auch noch in Zeiten daherkommt, in denen es der deutschen Industrie generell nicht besonders gut geht. Für einen größeren Hersteller würde die Steuer etwa 20 Prozent seines Umsatzes und rund 40 Prozent seiner Wertschöpfung ausmachen. Die Steuer ist monatlich anzumelden und am 20. des Folgemonats fällig – lange bevor Kunden ihre Rechnungen bezahlen. Pescher: „Kaum ein mittelständisches Unternehmen kann eine solche Last vorfinanzieren. Nach den Rückmeldungen aus dem Mitgliederkreis gehen wir davon aus, dass viele Unternehmen durch die Steuer unmittelbar in ihrer Existenz gefährdet sind!“ Die Plastiksteuer gefährde nicht nur Zigtausende von Arbeitsplätzen, sondern koste die öffentlichen Kassen am Ende mehr, als sie einbringe.

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