Glaubenskrise Vertrauen in Umsatzprognosen erreicht Tiefstand

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Über 4.400 CEOs aus 95 Ländern wurden im Herbst 2025 von PWC im Rahmen des „Global CEO Survey 2026“ befragt, wie es mit ihrem Vertrauen in Bezug auf Umsatzprognosen aussieht. Hier die Details ...

PWC hat sich die Mühe gemacht, in fast 100 Ländern tausende von CEOs zu befragen, wie sie zu Umsatzprognosen stehen. Demnach kann man auch einfach in die viel zitierte Glaskugel blicken, um ähnlich taugliche Vorhersagen zu erhalten ...(Bild:  LOR)
PWC hat sich die Mühe gemacht, in fast 100 Ländern tausende von CEOs zu befragen, wie sie zu Umsatzprognosen stehen. Demnach kann man auch einfach in die viel zitierte Glaskugel blicken, um ähnlich taugliche Vorhersagen zu erhalten ...
(Bild: LOR)

Das Vertrauen der CEOs in die Umsatzaussichten ihrer Unternehmen ist auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gesunken, wie die Befragung von PWC im Prinzip ergeben hat. Beim 29. „Global CEO Survey“ geben nämlich nur drei von zehn (rund 33 Prozent) der Befragten an, dass sie mit Blick auf ihr Umsatzwachstum in den nächsten 12 Monaten zuversichtlich sind. Das bedeutet im Vergleich zum letzten Jahr einen Rückgang von 38 Prozent und mit Blick auf 2022 sogar 56 Prozent mehr Pessimisten. Die Ergebnisse deuten wohl darauf hin, dass CEOs sich in einem komplexen Geschäftsumfeld bewegen, das von raschem technologischen Wandel, geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlichem Druck geprägt ist. Hinzu komme, dass viele Unternehmen ihre Investitionen noch nicht in konsistente finanzielle Gewinne umsetzen konnten, was vor allem Erträge aus der Einführung von künstlicher Intelligenz (KI) betreffe. Mehr und mehr drückten auch Cyberangriffe auf die Stimmung.

Bisher kaum Vorteile durch Einführung von KI-Systemen

Die wichtigste Frage, die sich CEOs stellen, ist demnach, ob sie sich schnell genug anpassen können, um mit dem technologischen Wandel – einschließlich der KI – Schritt halten zu können. Denn 42 Prozent nennen das als Hauptanliegen, was damit deutlich vor den Sorgen um Innovationsfähigkeit oder mittel- bis langfristige Rentabilität (beide 29 Prozent) liegt. Trotz weit verbreiteter Experimente geben nur 12 Prozent der Entscheider an, dass ihnen KI sowohl Kosten- als auch Umsatzvorteile gebracht hat. Insgesamt sagen 33 Prozent, dass entweder Kosten- oder Umsatzsteigerungen erzielt wurden, während 56 Prozent zugeben, dass sie bisher keine signifikanten finanziellen Vorteile festgestellt haben. Die Umfrage deute auf eine zunehmende Kluft zwischen Unternehmen hin, die KI erprobten, und jenen, die sie in großem Umfang einsetzten. CEOs, die sowohl Kosten- als auch Umsatzsteigerungen melden, geben mit zwei- bis dreimal höherer Wahrscheinlichkeit an, dass sie KI umfassend in Produkte und Dienstleistungen, zur Generierung von Nachfragen und für strategische Entscheidungsprozesse integriert haben, wie PWC festgestellt hat.

Das Jahr 2026 stellt wohl die Weichen für die KI-Zukunft

Fundamente sind in dieser Hinsicht aber ebenso wichtig wie die Größe eines Unternehmens. Denn jenen CEOs, deren Unternehmen eine solide KI-Grundlage geschaffen haben (beispielsweise durch Rahmenwerke für verantwortungsbewusste KI und Technologieumgebungen, die eine unternehmensweite Integration ermöglichen) winkt eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit von bedeutenden finanziellen Erträgen zu profitieren. Eine separate Analyse zeigt übrigens, dass Unternehmen, die KI in großem Umfang auf Produkte, Dienstleistungen und Kundenerlebnisse anwenden, eine um fast vier Prozentpunkte höhere Gewinnmarge erzielten als Unternehmen, die dies nicht taten. PWC merkt deshalb an, dass 2026 ein für den Einsatz von künstlicher Intelligenz entscheidendes Jahr werden wird.

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