Spannung in der Batteriewelt So sieht es mit der Batterietechnik in der Welt aus

Quelle: Universität Münster 2 min Lesedauer

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Forscher haben jetzt einen Blick auf die globale Situation in puncto Batterietechnik gewagt. Folgendes Bild hat sich ihnen gezeigt ...

Eine Analyse der globalen Situation in Sachen Batterietechnikentwicklung zeigt, dass Europa und die USA, was die nächste Generation an Elektrofahrzeugen angeht, von asiatischen Batteriespezialisten überholt werden könnten.(Bild:  Siemens)
Eine Analyse der globalen Situation in Sachen Batterietechnikentwicklung zeigt, dass Europa und die USA, was die nächste Generation an Elektrofahrzeugen angeht, von asiatischen Batteriespezialisten überholt werden könnten.
(Bild: Siemens)

Die Batterietechnik spielt bekanntlich eine zentrale Rolle, um die Energie- und Mobilitätswende zu schaffen. Um den globalen Wettbewerb in diesem Feld zu untersuchen, hat ein Forschungsteam der Universitäten Münster und Cambridge sowie der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (Fraunhofer-FFB) Patente und Innovationsstrategien verschiedener Länder zur Batterietechnik für die nächste Generation für Elektrofahrzeuge miteinander verglichen. Die Studie identifiziert die Positionen von China, Japan, Südkorea, Europa und den USA im Hinblick auf ihre technischen Schwerpunkte und innovationspolitischen Strategien. Die Autoren verglichen zukünftige Batterietechnologien für Anwendungen mit hohem Energiebedarf und Technologien für Anwendungen, bei denen geringere Kosten wichtiger als maximale Leistung sind. Dabei kam grob gesagt heraus, dass Europa und die USA mit ihrer Innovationspolitik für Energiespeicher riskieren, den Anschluss im Rennen um die vielversprechendsten Batterieinnovationen zu verpassen.

Westen und Osten verfolgen andere Batteriestrategien

Die Studie offenbare auch eine zunehmende Polarisierung zwischen asiatischen Ländern, die ihren Innovationsschwerpunkt systematisch auf Zukunftstechnologien ausrichteten. Gemeint sind China, Japan und Südkorea und Regionen, die sich primär auf Innovationen für bestehende Lithium-Ionen-Technologien konzentrieren (Europa und die USA). China adressiert gezielt beide Anforderungsprofile – also sowohl leistungsstarke Batterien mit hoher Energiedichte als auch vergleichsweise günstige Batterien. Japan und Südkorea fokussieren sich auf hochenergetische Batterien. Europa und die USA treiben vor allem die Entwicklungen entlang der etablierten Lithium-Ionen-Wertschöpfungskette voran.

Es braucht mehr Investitionen und Wissenstransfer mit Asien

Die Wissenschaftler weisen dabei darauf hin, dass die wachsende globale Innovationskluft zwischen Asien und dem Westen die technologische Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit von Europa und den USA langfristig gefährden kann. Das gelte sowohl im Bereich hochenergetischer Batterien als auch bei günstigeren Alternativen. Europa und die USA sollten ihre Investitionen deshalb in zukünftige Batteriewertschöpfungsketten zügig hochfahren und den Wissens- und Technologietransfer mit führenden Batterieentwicklern und -herstellern aus Asien fördern. Und die Quantität und Qualität von Patenten geben dabei Aufschluss über die Innovationsleistung eines Landes. Innovationsstrategien spiegeln nicht zuletzt auch politische Schwerpunkte und Maßnahmen wie nationale Förderprogramme wider. Zusammen eigneten sie sich für die Beurteilung des geostrategischen Wettbewerbs und der Positionierung einzelner Länder in zukünftigen Batterietechnologien.

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