Zerspanung Große Gusswerkstücke für Windkraftanlagen mit Fahrständermaschinen effizient fräsen
Rund 86 t schwer sind die Gussrohteile der Maschinenträger von 5-MW-Windkraftanlagen, die auf einem Fahrständer-Bearbeitungszentrum in nur drei Auf-spannungen an den Außen- und Innenseiten bearbeitet werden. Per Simulation am Computer wurde der Fertigungsablauf optimiert.
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Die mechanische Bearbeitung von Großteilen gehört zum Kern-Know-how der RMT Maschinenbau GmbH in Rostock. Gemeinsam mit Fachleuten der Chemnitzer Union Werkzeugmaschinen GmbH wurde per Simulation eine effiziente Fertigungsstrategie für die Bearbeitung von 86 t schweren Maschinenträgern für 5-MW-Windkraftanlagen ermittelt. In nur drei Aufspannungen bearbeitet eine Fahrständer-Fräsmaschine Union PCR 160 die Funktionsflächen dieser großen Gusswerkstücke (Bild 1). Das 86 t wiegende Rohteil aus hochwertigem Guss wird von allen Seiten außen und innen bearbeitet: Flanschflächen werden gefräst, Bohrungen gesetzt und Gewinde geschnitten.
Fahrständermaschine mit 1500 mm ausfahrbarem Tragbalken
Bei der Fahrständer-Fräsmaschine PCR 160 handelt es sich um eine Fahrständermaschine mit automatischem Werkzeugwechsel und 1500 mm ausfahrbarem Tragbalken. Die Maschine bietet in der Y-Achse einen Verfahrweg von 6000 mm. Zur Reduzierung der Spannlagen besitzt die PCR 160 einen stufenlos drehbaren Aufspanntisch mit einer nutzbaren Fläche von 5000 mm × 5000 mm. Er ist mit einem Rundmesssystem ausgestattet, das eine Zustellung bis zu 0,001° ermöglicht.
Dieser Drehtisch der Fahrständer-Fräsmaschine nimmt Werkstücke auf, die bis zu 100 t wiegen. Besonderes Highlight dieses Tisches ist laut Union die integrierte Sinus-Schwenkeinrichtung, die den Tisch um ±5° ankippen kann. Auf diese Weise kann man das Maschinenständer-Gussteil, dessen Anflanschfläche für die Nabe in Bezug zur Turmachse um 5° angestellt ist, bequem und entsprechend sicher in einen rechten Winkel zur Spindel stellen (Bild 2).
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