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„Diese Fahrständer-Fräsmaschine ist die erste ihrer Bauart und Größe, die in der X- und Y-Achse mit Linearmotoren ausgerüstet ist und dadurch eine neue Dimension in der 3D-Bearbeitung im Werkzeug- und Formenbau erreicht“, hebt Andreas Lindner, Geschäftsführer der Bimatec-Soraluce Zerspanungstechnologie GmbH in Limburg, das Besondere dieser Maschine hervor.
Hohe Dynamik beim Bearbeiten von komplexen Konturen
Beim Bearbeiten einer komplexen Werkzeugkontur beispielsweise werden aufgrund der Linearmotoren Vorschubgeschwindigkeiten von 60 m/min und Beschleunigungen von 4,5 m/s2 erreicht, und das bei einem Fahrständer-Gewicht von rund 8 t. „Einzigartig ist auch der neue gyroskopische Fräskopf mit zwei simultan schwenkenden Achsen“, sagt Lindner.
Der im Fräskopf integrierte mechanische Hauptspindelmotor hat eine Antriebsleistung von 40 kW, Drehzahlen bis 8000 min–1 und ein Drehmoment von 204 Nm. Wassergekühlte Torque-Motoren mit Messsystem sorgen für höchste Beschleunigung und Positioniergenauigkeit.
Auch diese Fräsmaschine verfügt über ein automatisches Kopfwechselsystem. Das ermöglicht es, simultan schwenkende Fräsköpfe mit Hochfrequenzspindel mit einem Drehzahlbereich bis 36000 min—1 aufzunehmen.
Fräsmaschine punktet vor allem im Werkzeug- und Formenbau
Vor allem im Werkzeug- und Formenbau kann die hochdynamische Fräsmaschine ihre Stärken ausspielen, vorerst allerdings begrenzt auf den Werkzeug- und Formenbau von Weiß, denn dort wird die Maschine einem zweijährigen Praxistest unterzogen. Eine erste Bilanz, die Geschäftsführer Karlheinz Weiß nach sechsmonatiger Testzeit zieht, fällt positiv aus: „Die Präzision, die umsetzbare Beschleunigung und die Einsatzmöglichkeiten der Maschine haben uns überzeugt. Entscheidend für eine effiziente Fertigung von Großwerkzeugen sind die erreichbaren hohen Oberflächengüten bei höchster Dynamik in der 3D-Bearbeitung.“
In Verbindung mit dem Fünf-Achs-Fräskopf werden Ergebnisse erreicht, die eine Nachbearbeitung auf ein Minimum reduzieren. „Eine hohe Dynamik verbessert gerade beim Fräsen komplexer Großwerkzeuge die Konturtreue, zudem kann der Fräser immer optimal angestellt und die Frässtrategie auf das Werkzeug ausgerichtet werden“, erläutert Weiß.
Sondermaschinenbauer setzt ebenfalls auf Fahrständer-Fräsmaschine
Auf Fahrständer-Fräsmaschinen setzte auch Ulrich Berkenkamp, Geschäftsführer der Berkenkamp Sondermaschinen- & Prototypenbaugesellschaft mbH in Rüsselsheim, als die Beschaffung einer Großfräsmaschine anstand. „Eine Fahrständer-Fräsmaschine ist eben flexibler einsetzbar und benötigt weniger Platz als eine Portal- oder Gantry-Maschine“, begründet er seine Entscheidung.
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