Vertikal-Dreh-Schleifmaschinen Großwälzlager für Windkraftanlagen bearbeiten

Von Mag. Victoria Sonnenberg 3 min Lesedauer

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Seit 2008 investierte thyssenkrupp rothe erde, Weltmarktführer von Großwälzlagern, kontinuierlich in die Vertikal-Dreh-Schleifmaschinen Dörries Contumat von Starrag. Die letzte Maschine orderte man mit zwei modifizierten und optimierten Supports.

Schleifen optimiert: Betriebsschlosserin Laura Patrzek und Maschinenbediener Walerij Fabrizius checken den völlig überarbeiteten Schleifsupport. (Bild:  Starrag/Ralf Baumgarten)
Schleifen optimiert: Betriebsschlosserin Laura Patrzek und Maschinenbediener Walerij Fabrizius checken den völlig überarbeiteten Schleifsupport.
(Bild: Starrag/Ralf Baumgarten)

Ohne sie würden sich sehr viele Windkraftanlagen nicht drehen: Die Rede ist von Großwälzlagern und Ringen von thyssenkrupp rothe erde, neun von zehn Windturbinenherstellern setzen sie weltweit in ihren Antrieben ein. Um diese weltweit führende Position zu halten und auszubauen, arbeitet das Industrieunternehmen fortlaufend an Verbesserungen.

Kontinuierliche Optimierung und Innovation gehören daher zum Alltag: Einen wichtigen Part spielt hier die thyssenkrupp rothe erde Germany GmbH in Lippstadt, die Großwälzlager herstellt. Die Endbearbeitung der Lager geschieht mittlerweile auf sieben Vertikal-Dreh-Schleifmaschinen Dörries Contumat.

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2021 erhielt das Unternehmen eine größere Dörries Contumat VC 6300/500 MC F So, die sich seitdem auch im Einsatz bewährt hat.

Trotz der grundsätzlichen Zufriedenheit mit dem bekannten Maschinenkonzept ist den Fachleuten in Lippstadt klar, dass neue technologische Herausforderungen Modifikationen erfordern.

Hubert Erz, Senior Consultant Sales Renewables bei Starrag

Daher orderte das Werk in Lippstadt die Maschine mit einigen wichtigen neuen technischen Details, die Starrag verbessert hat.

So ist das Portal der gelieferten Maschine größer ausgelegt als derzeit benötigt. Der neue installierte Untersatz trägt einen Basistisch, auf dem ein Magnetspannfutter mit einem Durchmesser von 5.000 Millimetern sitzt. Der Basistisch lässt sich aber durch Ringsegmente auf 6.000 Millimeter erweitern und kann somit ein größeres Magnetspannfutter tragen.

Die Maschine lässt sich in der Größe anpassen. Sie passt damit zum aktuellen Trend zu immer größeren Windkraftanlagen und entsprechend größeren Wälzlagern.

Hubert Erz, Senior Consultant Sales Renewables bei Starrag

Bei künftigen Maschinen ist sogar von einer Erweiterung auf 7.000 Millimeter die Rede.

Die grundlegende Maschinenkonfiguration entspricht zwar dem Vorgängermodell, auf Kundenwunsch wurden aber die Supports völlig überarbeitet. Starrag baute links einen neuen Schleifsupport mit zentrisch angeordneter Motorschleifspindel ein. Der Dreh-/Bohr-Support auf der rechten Seite erhielt statt einer separaten Motorbohrspindel eine integrierte Bohrspindel mit HSK-100A-Werkzeugaufnahme, die zentral zwischen den beiden Drehwerkzeugaufnahmen von Kennametal sitzt. Kundenbetreuer Erz: „Wir haben die Werkzeugaufnahme des rechten Supportes so ausgeführt, dass die modularen Drehwerkzeuge der Größe KM63 und die rotierenden HSK-100-Werkzeuge direkt aus einem Pick-up-Magazin aufgenommen werden können und kein zusätzliches Bohraggregat mehr erforderlich ist.“

Optimierung dank Shopfloor-Feedback

Feedback des Bedienungspersonals sorgte auch für zahlreiche Verbesserungen. Starrag veränderte beispielsweise die Abrichtposition, um die frühere Engstelle zur Schutzhaube zu beseitigen. Nun lassen sich auf der linken und rechten Seite Schleifscheiben aller Art bis zu einem Durchmesser von 650 mm problemlos abrichten. „Es ist ein deutlich optimierter, universell einsetzbarer Abrichter“, betont Erz. „Durch die vielfältigen Abrichtpositionen können die Bediener den Abrichtprozess exakt auf die Schleifoperation einstellen.“ Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Maschinenkapselung. Starrag beauftragte daher einen neuen Hersteller für die komplette Einhausung, deren Bauweise und Montage laut Erz besonders auszeichnet, „dass das Unternehmen die Einhausung montagegerecht und vorgeprüft anliefert und sehr effizient aufstellt“.

Die Optimierungskur kam in Lippstadt nicht nur in der Chefetage gut an, berichtet Erz nach einem Vor-Ort-Besuch: „Auch die Maschinenbediener Eduard Abt und Walerij Fabrizius, die die Vorgängermaschinen seit Jahren kennen, äußerten sich positiv und zufrieden.“

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