PKD-Werkzeuge Gründer der Mapal WWS Werner Stief GmbH tritt in den Ruhestand

Redakteur: Jürgen Schreier

Über 30 Jahre lang bestimmte Werner Stief die Geschicke des Pforzheimer Unternehmens Mapal WWS. Am 16. Juli 2010 verabschiedete sich der 67-jährige Unternehmer und PKD-Werkzeug-Pionier aus dem aktiven Berufsleben.

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Vor 30 Jahren baute Werner Stief sein Unternehmen aus dem Nichts auf. Stief, Visionär und Pionier, erkannte schon früh das Potenzial der gelöteten PKD-Werkzeuge für die industrielle Metallbearbeitung. Denn diese sind im Vergleich zu Schneiden aus teuren Naturdiamanten deutlich rationeller einzusetzen. Mit ruhelosem Ehrgeiz hielt Stief an der Weiterentwicklung des polykristallinen, synthetisch hergestellten Diamantschneidstoffes PKD fest – mit Erfolg, wie er rückblickend kommentiert.

Geschichte eines Visionärs und eines visionären Unternehmens

Bereits 1964 erwarb sich der gelernte Werkzeugmacher Werner Stief als leitender Angestellter bei einer Diamantwerkzeugfabrik viel Erfahrung in der Bearbeitung mit Diamanten. Dabei weckte besonders der revolutionäre Schneidstoff PKD, der sogenannte polykristalline Diamant, seine Neugierde.

Die Geschichte der Mapal WWS in Pforzheim begann schließlich 1980, als Werner Stief das Unternehmen WWS gründete. Seine Ehefrau Karin Stief war hier bis 2004 für den kaufmännischen Bereich des Unternehmens zuständig. Werner Stief wurde zum Pionier auf dem Gebiet der PKD- und PCBN-Schneiden, hielt mit Hartnäckigkeit am Glauben des Erfolges für diesen hochharten Schneidstoffes fest – und behielt Recht.

PKD, der synthetisch hergestellte Schneidstoff, kam mit Stiefs Hilfe genau zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt, als vor allem im Automobilbau optimale Bearbeitungslösungen von Bauteilen aus Aluminium gefragt waren, für die PKD- und PCBN-bestückte Schneiden eine ideale Bearbeitungslösung darstellen. Synchron dazu nahmen die Anforderungen an die Präzision und Leistungsfähigkeit der Werkzeuge zu, die ebenfalls durch die diamantbestückten Schneiden erreicht werden können.

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