Walzfräsen Gründer-Enkel Robert Hermann Pfauter besucht Wälzfräswerk der MAG Modul Verzahntechnik

Redakteur: Jürgen Schreier

Auf Einladung des Fördervereins Industriemuseum Chemnitz besuchte Hermann Pfauter, der in den USA lebende Enkel des Erfinders und gleichnamigen Chemnitzer Firmengründers Robert Hermann Pfauter, die Stadt. Zusätzlich zu seinem Vortrag im Industriemuseum besichtigte er das Wälzfräswerk von MAG.

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Christian Albrecht, Produktleiter Verzahntechnologie bei MAG (rechts im Bild), erklärt Hermann Pfauter, wie sich kleinere und mittlere Verzahnungen heute wirtschaftlich fertigen lassen. (Bild: MAG)
Christian Albrecht, Produktleiter Verzahntechnologie bei MAG (rechts im Bild), erklärt Hermann Pfauter, wie sich kleinere und mittlere Verzahnungen heute wirtschaftlich fertigen lassen. (Bild: MAG)

Das Walzfräswerk steht in der Tradition des Wälzfräsmaschinenbaus in Chemnitz, das als Wiege der Wälzfrästechnik bekannt ist. Schon 1897 hatte Robert Hermann Pfauter im örtlichen Patentamt das Verfahren zur Herstellung von Zahnrädern angemeldet, das im Prinzip bis heute Anwendung findet.

Geschäftsführer Giuseppe Iossa und Christian Albrecht, Produktleiter Verzahntechnologie bei MAG, empfingen den Gründerenkel gemeinsam mit der Belegschaft.

„MAG vereint große Traditionen des deutschen und amerikanischen Werkzeugmaschinenbaus, wir sind sehr stolz, auch die Geschichte der Wälzfräsmaschinentechnik in Chemnitz fortschreiben zu dürfen. Der Besuch von Herrn Pfauter am Standort bedeutet uns viel“, so Giuseppe Iossa.

Walzfräsen hat sich in Technologie und Automatisierung weiterentwickelt

Beim Rundgang zeigte sich Pfauter beeindruckt von Technologie und Fertigungsprozessen im Werk, dem Kompetenzzentrum für die Verzahntechnologie im globalen MAG-Verbund. „Man erkennt weiterhin die Grundidee des Wälzfräsens, die Weiterentwicklungen in Technologie und Automatisierung zeigen aber, dass auch hier die Zeit nicht stehen geblieben ist.“

MAG bewahrt Standort vor Schließung

MAG, einer der größten Anbieter individueller Produktions- und Technologielösungen, hatte im Oktober letzten Jahres das Chemnitzer Werk von dem italienischen Maschinenbauer Samputensili übernommen. Dadurch konnte der traditionsreiche Standort vor der Schließung bewahrt werden.

Im März 2011 hatten sich IG Metall und MAG Europe, die Muttergesellschaft der Chemnitzer MAG Modul Verzahntechnik GmbH, auf einen Tarifabschluss für die 53 Beschäftigten am Standort geeinigt. Dieser sieht unter anderem eine Tariferhöhung ab Oktober 2011 um 5,2% und eine Wiederaufnahme der Ausbildungsmaßnahmen vor

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