Nachhaltiger Stahl
Grüner Stahl – ein Werkstoff mit nationaler Tragweite

Von Dr. rer. nat. Thomas Dr. Isenburg 6 min Lesedauer

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Die deutsche Stahlindustrie ist nicht unerheblich für CO2-Emissionen verantwortlich. Das ist mit ein Grund, weshalb man versucht, grünen Stahl herzustellen. Doch das wird eine Herkules-Aufgabe.

Grüner Stahl soll das Klima schützen! In Hamburg betreibt Arcelormittal eine Stahlproduktion, die mit Erdgas statt Koks betrieben wird. Auch Thyssenkrupp Steel setzt zur klimaneutralen Stahlproduktion darauf. Die Anlagen können später auch mit Wasserstoff betrieben werden.(Bild:  Th. Isenburg)
Grüner Stahl soll das Klima schützen! In Hamburg betreibt Arcelormittal eine Stahlproduktion, die mit Erdgas statt Koks betrieben wird. Auch Thyssenkrupp Steel setzt zur klimaneutralen Stahlproduktion darauf. Die Anlagen können später auch mit Wasserstoff betrieben werden.
(Bild: Th. Isenburg)

Die Stahlindustrie stellt jährlich 40 Millionen Tonnen Rohstahl her. Das größte Industrieareal Europas betreibt Thyssenkrupp Steel in Duisburg. Vier Hochöfen stehen dort. Rund 13.500 Personen finden dort Arbeit. Insgesamt produziert Thyssenkrupp 10 Millionen Tonnen Stahl in Deutschland. Die Stahlindustrie ist aber auch für etwa 8 Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Denn bisher wird bei der Herstellung im Hochofen Kohle als Reduktionsmittel eingesetzt, um dem Eisenerz chemisch den Sauerstoff zu entziehen, damit man Eisen gewinnen kann.

Fast keine Schlüsselbranche kommt ohne Stahl aus

Wenn aber in Zukunft grüner Wasserstoff statt Kohle dafür verwendet wird, entsteht lediglich Wasserdampf. Dieser wird zu Wasser kondensiert und dem Kreislauf wieder zugeführt. Die nationalen Kohlendioxidemissionen sinken, weil 28 Tonnen Kohlendioxid pro Tonne verwendeten grünen Wasserstoff eingespart werden können. Es handelt sich deshalb um eine Fragestellung, die nach dem Klimaschutzabkommen von Paris von nationaler Bedeutung ist. Deswegen beteiligt sich die Allgemeinheit an dem Projekt „tkH2Steel“ von Thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg. Das Vorhaben wird von Bund und Land gefördert. Für Elektromobilität, Energiewende, Mobilitätswende, Bauindustrie, Verpackungsindustrie und viele andere Branchen ist Stahl nach wie vor unverzichtbar.

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