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Werkzeuge Guss-Fräser mit vielen Schneiden erreichen hohe Schnittleistungen

| Autor/ Redakteur: Richard Läpple / Rüdiger Kroh

Gussbauteile wie Kurbel-, Getriebe- oder Pumpengehäuse werden nach dem Ausformen fast immer noch spanend bearbeitet. Dabei ist das Fräsen von Anschlussflächen ein entscheidender Prozess. Dafür spezialisierte Fräser verlangen enge Zahnteilungen und viele Schneiden, um die geforderten hohen Schnittleistungen und Standzeiten zu erbringen.

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Getriebegehäuse für Schienenfahrzeuge. Bei der Bearbeitung der großen Anschlussflächen rechnen sich auf Guss spezialisierte Fräser in jedem Fall.
Getriebegehäuse für Schienenfahrzeuge. Bei der Bearbeitung der großen Anschlussflächen rechnen sich auf Guss spezialisierte Fräser in jedem Fall.
(Bild: Läpple)

Die Fahrzeugindustrie ist ein Paradebeispiel für die Bearbeitung von Gussbauteilen. Dort kommen so gut wie alle gusstypischen Aspekte zusammen: Großserienfertigung, kurze Durchlaufzeiten, hohe Anforderungen an die Qualität und an die Prozesssicherheit. Die Fertigungen in dieser Branche benötigen Fräswerkzeuge, mit denen sich hohe Schnittwerte und Standzeiten realisieren lassen. Prozesse sollen auf so wenig Arbeitsschritte wie möglich reduziert werden.

Labile Bearbeitungsbedingungen bei Gussbauteilen

Häufig verursachen dünne Wände, unterbrochene Schnitte und kleine Spannflächen labile Bearbeitungsbedingungen und setzen Limits für die Vorschübe und Schnitttiefen. Das System aus Maschine, Werkzeug, Werkstück und Spannmittel gerät schnell ins Schwingen. Hinzu kommt: Gefüge und Bestandteile des Rohmaterials variieren teils beträchtlich, selbst innerhalb einer Charge. Die Zerspanbarkeit unterliegt demzufolge starken Schwankungen. Viele Teile sind von einer harten Kruste umgeben durch die Werkzeugschneiden zuerst einmal hindurch müssen. Der Effekt: Wechselnde Belastungen der Schneiden, die Schnittkräfte nehmen mal zu, mal ab. Prozesssicherheit und Standzeit stehen schnell auf der Kippe. Das Gegenmittel sind Fräser mit widerstandsfähigen, sowohl harten als auch zähen Schneiden, die weiche Schnitte ermöglichen und eine hohe Laufruhe bieten.

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Zerspanungseigenschaften von Guss verlangen enge Zahnteilungen

Die Gussbearbeitung ist für Walter ein wichtiges Anwendungsfeld. Dazu Wolfgang Vötsch, Senior Manager Fräsen bei der Walter AG in Tübingen: „Besonders in der Automobilindustrie und im allgemeinen Maschinenbau wird ein hoher Anteil an Gussbauteilen bearbeitet. Unseren Erfahrungen nach erzielen die Fertigungsbetriebe in diesen Branchen die besten Ergebnisse mit spezialisierten Fräsern.“ Doch was ist damit gemeint? Die Zerspanungseigenschaften von Guss verlangen enge Zahnteilungen und viele Schneiden. Eine enge Zahnteilung bedeutet aber, das am Standzeitende viele Schneidenwechsel notwendig sind. Daher setzt Walter bei seinen Guss-Werkzeugen auf ein einfaches Handling mit Spannkeilen. So macht der Einrichter seine Werkzeuge in kürzester Zeit startklar.

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