Arbeitssicherheit

Gutes Licht in der Produktion schützt vor Unfällen

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Bei Qualitätsprüfung und feinmechanischer Produktion sorgen dagegen eigene Arbeitsplatzleuchten für das geforderte hohe Helligkeitsniveau von 1000 lx und mehr. Zusätzlich installierte Lichtquellen helfen auch älteren Mitarbeitern, die bei vergleichbarer Tätigkeit meist deutlich mehr Licht benötigen als jüngere Kollegen.

LED bieten viel Licht und verbrauchen wenig Strom

Je nach Anforderung sollte entsprechend optimierte Lichttechnik zum Einsatz kommen: In Fertigungshallen werden meist Reflektorleuchten für Leuchtstofflampen, bei Deckenhöhen von über sechs Metern auch Hochdruckentladungslampen verwendet. In modernen, individuell einstellbaren Maschinen- und Arbeitsplatzleuchten sind inzwischen vermehrt LED installiert, die auf kleinstem Raum mit wenig Strom viel Licht produzieren.

Das Stichwort Energieeffizienz steht im Mittelpunkt aller Überlegungen, wenn es darum geht, die Beleuchtung in der Produktion zu planen. Denn wie jeder Input-Faktor verursacht auch die Beleuchtung Kosten. Davon fallen rund 50% für den Stromverbrauch an, während Anschaffung und Wartung jeweils rund ein Viertel ausmachen.

Investitionen in moderne Beleuchtungsanlagen rechnen sich für Industriebetriebe schnell, weil zum einen der Wartungsaufwand deutlich geringer ist und zum anderen der Stromverbrauch sinkt – während die Qualität der Beleuchtung steigt. Gleichzeitig wirkt sich eine effiziente Beleuchtung positiv auf den Energiebedarf von Gebäuden aus.

Weiterentwickelte Lichttechnik steigert die Energieeffizienz

Viele technische Entwicklungen in der Lichttechnik haben dazu beigetragen, die Energieeffizienz zu optimieren. Moderne Dreibanden-Leuchtstofflampen mit 16 mm Durchmesser erreichen inzwischen eine Lichtausbeute von über 100 lm/W. Elektronische Vorschaltgeräte haben die Lebensdauer solcher Lampen auf bis zu 24000 h erhöht und gewährleisten zusätzlich ein flackerfreies Licht.

Weitere Einsparmöglichkeiten bietet elektronisches Lichtmanagement, das die Beleuchtung je nach Tageslicht-Einfall hinzuregelt oder per Präsenzmelder nur dann einschaltet, wenn Personen anwesend sind. Auch die biologische Wirkung der Beleuchtung kann so gesteuert werden, etwa indem für Nachtschichtarbeiter die Beleuchtungsstärke automatisch erhöht wird.

LED eröffnen neue Möglichkeiten für viel Licht und Energieeffizienz

Die Zukunftstechnik LED eröffnet der Industrie weitere energiesparende Möglichkeiten. Für die Allgemeinbeleuchtung eignen sich LED in der Produktion zwar weniger, dafür spielen sie in Arbeitsplatzleuchten ihre Vorteile aus. Denn die robusten Dioden erzeugen Licht bei geringem Energieverbrauch und einer Lebensdauer von bis zu 50000 h, was die Wartung quasi überflüssig macht. Weil sie sehr klein sind, eignen sie sich bestens für flexible Spots.

Wie sich effiziente Beleuchtung in der Industrie gewinnbringend einsetzen lässt, zeigt das Beispiel eines Spezialisten für Solaranlagen. Beim Bau einer neuen Produktionsanlage entschied sich das Unternehmen für eigens optimierte Leuchten, die eine ausreichende Beleuchtungsstärke von 1000 lx an den Arbeitsplätzen liefern.

Ergänzt wird die Anlage durch ein modernes Lichtmanagement in Abhängigkeit vom einfallenden Tageslicht. Im Vergleich zu einer konventionellen Beleuchtung spart das Unternehmen mit dieser Anlage über 1 Mio. kWh im Jahr.

Dr. Jürgen Waldorf ist Geschäftsführer von licht.de, der Fördergemeinschaft Gutes Licht, 60528 Frankfurt am Main

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