Versicherungen Haftungsmanagement wappnet für die Risiken des Produktionsprozesses

Autor / Redakteur: Oliver Schaeben / Claudia Otto

Wenn die Versicherung im Schadenfall nicht zahlt, geraten Unternehmen unter Druck. Ein professionelles Haftungsmanagement bewahrt vor dem Ausfall des Versicherungsschutzes. Zudem können Unternehmen damit Schadenersatzforderungen vermindern oder sogar ganz abwehren.

Anbieter zum Thema

Schadenersatzforderungen stehen in vielen Fällen in keinem Verhältnis zur Auftragssumme. Doch fatalerweise verfügen 95% der deutschen Druckereien und metallverarbeitenden Betriebe nicht über ein Haftungsmanagement. Zu diesem Ergebnis kommt die Frankfurter Solidargemeinschaft der Druck und Metall verarbeitenden Industrie e.V. (SDI).

Ohne Haftungsmanagement zahlen Versicherungen selten

Der unabhängige Unternehmensverbund ist seit zehn Jahren auf das Finanzmanagement und die Kostenoptimierung von betrieblichen Versicherungen in der Metall- und Druckbranche spezialisiert. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Versicherungen im Schadenfall keine Veranlassung sehen für entstandene Schäden zu bezahlen. Zu Recht, denn viele Schäden sind auf ein fehlendes Haftungsmanagement zurückzuführen.

Die meisten Unternehmen haben zwar eine Betriebs- und eine Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen, wissen aber nicht, was sie selbst dazu leisten müssen, damit der Versicherer auch zahlt. Viele haben keine Ahnung, dass sie überhaupt Vorsichtsmaßnahmen ergreifen müssen, um im Schadenfall auch wirklich geschützt zu sein.

Unterlassene Schadenprävention hilft nur dem Versicherer

Dem Versicherer geben eine unterlassene Schadenprävention eine Reihe von Ansatzpunkten, dem Versicherungsnehmer solche Fehler vorzuwerfen, die eine deckungsausschliessende Wirkung haben können. Ob versehentliche Versprödung von verzinkten Gewinde-Schneidschrauben und dadurch bedingtes Abscheren, falsche Berechnung der Schraubenlänge und dadurch fehlende Zugfestigkeit – der Produktionsprozess steckt voller Risiken.

Mit einem professionellen Haftungsmanagement lassen sich solche Risiken ausschließen und Fehler vermeiden. Der Begriff „Haftungsmanagement“ umschreibt die Maßnahmen, die der Betrieb ergreift, um gegen ihn gerichtete Ansprüche zu verhindern oder zu vermindern und eigene Ansprüche, etwa gegen Lieferanten oder Versicherer, zu sichern.

Haftungsmanagement bei kleinen und mittleren Unternehmen die Ausnahme

Die Anzahl der Betriebe, die solche Maßnahmen ergreifen, ist allerdings verschwindend gering. Von den 5%, die aktiv Haftungsmanagement praktizieren – etwa 1700 von 34000 Unternehmen – sind die meisten Großbetriebe. Bei den kleinen und mittleren Betrieben, die von den Folgen der Haftungsausschlüssen besonders bedroht sind, ist ein aktives Haftungsmanagement bisher die Ausnahme.

(ID:360192)