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Neues Produktionswerk

Haimer legt ordentlich zu

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die Haimer GmbH konnte auch 2018 ihren Umsatz deutlich um 18 % steigern. Eine wichtige Basis für weiteres Wachstum legt das neue zusätzliche Produktionswerk in Motzenhofen.

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Im neuen Haimer-Werk in Motzenhofen befindet sich neben der Weichbearbeitung (Drehen und Fräsen) auch das Rohmateriallager für alle Werkzeugaufnahmen.
Im neuen Haimer-Werk in Motzenhofen befindet sich neben der Weichbearbeitung (Drehen und Fräsen) auch das Rohmateriallager für alle Werkzeugaufnahmen.
(Bild: Haimer)

Wer wachsen will, muss entsprechende Produktionskapazitäten vorhalten. Nachdem diese am Stammsitz in Igenhausen (Gemeinde Hollenbach) bei Augsburg am Limit waren, entschloss sich Haimer 2017, im etwa fünf Kilometer entfernten Motzenhofen ein neues Produktionsareal aufzubauen. Auf den erworbenen 15.000 m² Industriegelände wurden bestehende Lagerhallen sowie ein kleines Bürogebäude übernommen und eine neue Produktionshalle mit weit mehr als 4000 m² aufgebaut, in der nun die komplette Weichbearbeitung der Werkzeugaufnahmen stattfindet. Auch das große Rohmateriallager wurde nun an diesen Standort verlagert.

In der Endausbaustufe kann Haimer dort die Kapazität auf täglich bis zu 4000 Werkzeughalter steigern. Geschäftsführer Andreas Haimer: „Damit werden wir wohl zum größten Produktionswerk von rotierenden Werkzeugaufnahmen weltweit – und das im hochqualitativen Sektor 100 % made in Germany.“ Dafür investiert das Unternehmen in diesem Jahr noch in eine Vielzahl an CNC-Dreh- und Fräsmaschinen. Auch für die Schleifbearbeitung in Igenhausen wurden neue Maschinen beschafft, um den Flaschenhals nicht zu verschieben.

Weltmarktführer im Bereich der Werkzeugschrumpftechnik

Besonders stark wächst der Bereich Werkzeugschrumpftechnik, in dem Haimer als Weltmarktführer mit patentierten Innovationen punkten kann. Auch bei den Einstellgeräten von Haimer Microset legt das Familienunternehmen nach – sowohl bei kleinen Geräten als auch bei semi- beziehungsweise vollautomatischen, die sich allesamt mit Werkzeugmaschinen vernetzen lassen, um aktuelle Werkzeugdaten zur Verfügung zu stellen. Andreas Haimer ist überzeugt davon, dass die Digitalisierung für die Zerspanung der Zukunft eine große Rolle spielt. Seine Konsequenz: „Wir haben bereits viele Projekte umgesetzt, um unser komplettes Produktprogramm darauf auszurichten.“

2019 wird unter anderem der Haimer DAC (Data Analyzer und Controller) weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht werden, um damit ganzheitlich vernetzte Lösungen rund um das Werkzeug(daten)management anbieten zu können.

Wachstumstreiber für Haimer sind neben Asien und den USA auch Deutschland und die anderen europäischen Märkte. Die Exportrate liegt mittlerweile bei über 70 %, Tendenz steigend. Denn Haimer baut Zug um Zug die Präsenz vor Ort aus. So wird in Kürze die Vertriebs- und Serviceniederlassung Haimer France-Belux SARL ihre Arbeit aufnehmen. Sie startet mit eigenem Office und großem Showroom in Lyon mit zehn Mitarbeitern in Vertrieb und Service, und verfolgt das Ziel, noch näher am lokalen Markt zu sein. Inzwischen beschäftigt die Haimer Gruppe weltweit rund 800 Mitarbeiter und davon über 500 in Deutschland.

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