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Handhabungssystem erkennt und greift chaotisch zugelieferte Schmiedeteile

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Augen und Hand des FHS 500 arbeiten lückenlos zusammen. Was sich auf dem 1000 mm breiten Band für die Zuführung tut, wird mit einem Bildverarbeitungssystem erkannt. Vier Kameras identifizieren alle Bauteile zu 100%, bestimmen die genaue Lage bildübergreifend, überwachen die Kollisionen der chaotisch an- oder aufeinanderliegenden Teile im Greifbereich und überprüfen die Typenreinheit.

Faude-Bildverarbeitungssoftware Flexvision RV steuert vier Kameras

Erreicht wird diese Leistung durch das Zusammenspiel des speziell für die erschütterungsintensive Umgebung konstruierten Kameraarmes und der für solche Applikationen entwickelten Faude-Bildverarbeitungssoftware Flexvision RV. Die vier Kameras machen den maßgeschneiderten und kundenspezifischen Abgriff sämtlicher Bauteile möglich. Auch die Erfassung der Bauteile außerhalb des Arbeitsraumes ist durch die Kopplung von Auge und Hand – also der Bildverarbeitung mit dem Rotationsgeber am Zuführband – gewährleistet.

Mit dem Handhabungssystem konnte Hirschvogel den Automatisierungsgrad erhöhen. Die kompakte Maschine ließ sich voll in die Verkettung integrieren. Dabei arbeitet die FHS 500 nicht so genau wie möglich, sondern so genau wie nötig. Mit 2300 mm × 2300 mm und einer Höhe von 3000 mm ist der Platzbedarf gering und die Maschine für alles offen – auch was den Zugang von allen Seiten betrifft. Übergeordnet führt die Investition zu kürzeren Produktionszeiten und garantiert gleichzeitig hohe Fertigungsqualität.

Bedienung der Steuerung geht mit dem Windows-Explorer konform

Das Steuerungssystem ist intuitiv, kompakt und mit einem Standard-19-Zoll-Touch-Bildschirm ausgestattet. Zudem ist nur ein PC für Maschinensteuerung und Bildverarbeitung erforderlich. Die Bedienung geht mit dem Windows-Explorer konform. Je nach Anforderung und Aufgabe des Kunden kann das System modular erweitert werden. Die Programmierung entspricht internationalen Standards, genauso wie die unterschiedlichen Feldbus-Anbindungen, der Fernzugriff über TCP/IP, die synchrone Datenausgabe an Digital IO sowie Antriebe über Sercos.

Der eingesetzte Greifer bietet die folgenden Vorteile:

  • Genaues Abgreifen der Bauteile durch schnelle Servo-Dreh- und Schwenkachsen sowie Bildverarbeitung.
  • Formbasierende Mustererkennung mit leistungsstarker Infrarot-Flächenbeleuchtung und -filter.
  • Schnelle Taktzeit ohne Maschinenstopps.
  • 100%ige Identifikation der Bauteile durch vier Kameras.
  • Handling unterschiedlicher Bauteile bis zu einem Gewicht von 6 kg.
  • Lageunabhängiger, fliegender Abgriff der Bauteile.
  • Schwingungsfreies, fliegendes Absetzen der Bauteile ohne Kippen.
  • Frei teachbare Setzmuster.

Dieter Faude ist Geschäftsführer der Faude Produktionsanlagen GmbH in Gärtringen. Susi Stadler ist PR-Beraterin bei der Stadler GmbH in Kirchheim.

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