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Hartdrehen mit integrierter Automation
Ein weiteres, wichtiges Qualitätsmerkmal der Vertikal-Drehzenten vom Emag ist das integrierte Automationssystem aus einer umlaufenden Kette, in der sich ein Schlepprahmen samt der Rohteile befindet. So werden die Bauteile direkt in eine Pick-Up-Station transportiert und anschließend an die Werkstückspindel übergeben, um bearbeitet zu werden. Ein Wechsel zwischen den Werkstücken erfolgt auf diese Weise relativ schnell, weil der Verfahrweg zwischen Belade- und Bearbeitungsposition nur 550 mm beträgt.
Welche Möglichkeiten das Hartdrehen auf den automatisierten, vertikalen Drehmaschinen von Emag eröffnet, soll ein Beispiel einer Zahnradproduktion bei einem Zulieferunternehmen für die Automobilindustrie verdeutilchen: Mithilfe der zum Einsatz kommenden Drehmaschine VL 5 entstehen insgesamt acht verschiedene Zahnräder für ein Doppelkupplungsgetriebe. Nach dem Einsatzhärten müssen die Bauteile zunächst auf der Anlage vorgedreht und dabei die äußerste Härteschicht entfernt werden. Anschließend wird außerhalb der VL 5 ein Synchronring aufgeschweißt. Das Fertigdrehen erfolgt wieder auf der Emag-Drehmaschine.
Bei dem Kunden kamen für vergleichbare Produktionsabläufe bis dato nur Schleifmaschinen zum Einsatz. „Das Unternehmen schwenke vor einiger Zeit auf das Hartdrehen um, weil die Investitionen eine die VL 5 viel niedriger waren“, betont Hegener. Dabei ist die Oberflächengüte der fertigen Zahnräder unverändert hoch. „Das Hartdrehen auf der VL 5 steht dem zuvor eingesetzten Schleifprozess in diesem Bereich in keiner Weise nach. Außerdem sind die Prozesszeiten deutlich verkürzt“, so der Emag-Chef.
Verdrängt das Hardrehen das Schleifen?
Wann kann das Hartdrehen überhaupt das Schleifen bei der Oberflächenbearbeitung eines Bauteils ersetzen? „Das kommt auf eine Reihe von Faktoren an. Zum Beispiel ist die gewünschte Oberflächenstruktur sehr wichtig. Wir beraten unsere Kunden und zeigen den besten Verfahrensweg auf“, so Hegener. Wenn das Hartdrehen aber möglich ist entscheidet sich der Kunde meist dafür. Parallel zur niedrigen Anlageninvestition macht sich bei vielen Kunden der entfallende Prozessschritt (eben das Schleifen) positiv bemerkbar und unterstützt die Entscheidung, das Hartdrehen einzuführen. In einer Aufspannung kann das Werkstück fertig bearbeitet werden; das Umrüsten auf eine neue Maschine ist also nicht mehr nötig. Die Produktivität des gesamten Herstellprozesses steigt spürbar, wie Hegener erklärt.
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