Heiße Sache
Heißwäscher machen Kaltreiniger entbehrlich bei der Maschinen- und Bauteilreinigung. Immer häufiger verlangen Betriebe technisch einfache, aber wirkungsvolle Methoden zur Reinigung von...
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Heißwäscher machen Kaltreiniger entbehrlich bei der Maschinen- und BauteilreinigungImmer häufiger verlangen Betriebe technisch einfache, aber wirkungsvolle Methoden zur Reinigung von Fertigungsmaschinen und Werkzeugen bei Instandsetzungsarbeiten ohne Verwendung gesundheitsschädlicher oder umweltgefährdender Chemikalien. Ein Beispiel dafür ist die Metallbearbeitung, bei der Späne und Staub bis in die kleinsten Maschinenfugen dringen und vor allem bei einem Werkzeugwechsel große Schäden anrichten können. Zusammen mit einem Maschinenbauer hat die Schickert GmbH, Fellbach bei Stuttgart, schmutzempfindliche Bereiche daher bei Zerspanmaschinen mit Minimalmengen-Kühlschmierung (MMKS) erfasst und beseitigt. Trotzdem ist eine gründliche, jedoch schonende Reinigung der Bearbeitungskabinen und Werkzeugaufnahmen unverzichtbar für eine sichere Fertigung. Beim Zerspanen werden Späne und Staub von Kühlschmiermittel verschleppt. Sie bleiben aufgrund des hohen Schmiermitteldrucks und der Schleuderwirkung durch umlaufende Spindeln an Spannsystemen, Werkzeugen und in Fugen der Bearbeitungskabinen haften. Im angetrockneten Zustand kleben die Verschmutzungen so fest an den Flächen, dass Wischen oder Spülen mit Kühlschmiermittel nicht mehr ausreichend ist. Ein besseres Ergebnis wird mit Kalt- oder Heißreiniger erzielt. Aufgrund des Chlorkohlenwasserstoffanteils gelten Kaltreiniger jedoch als umwelt- und gesundheitsgefährdend. Die wässrigen Heißreiniger sind es dagegen nicht. Ihre Wirkung basiert auf hohen Reinigungstemperaturen, um die Oberflächenspannung angetrockneter Schmiermittel soweit herabzusetzen, dass die Schmutzstoffe ohne Chemikalien abgelöst werden können. Dazu ist kein hoher Spritzdruck erforderlich, wie sich anhand der Heißwaschgeräte von Schickert zeigen lässt. Diese Heißwäscher entfernen zum Beispiel Ölkrusten und Fettrückstände bei 3 bis 8 bar ohne unerwünschtes Rückspritzen. Die Reinigungstemperatur liegt bei 95 °C. Mit maximal 1,5 1/min ist der Wasserverbrauch der Niederdruckgeräte gering, jedoch für den Abtransport der Schmutzstoffe ausreichend. Maschinenschäden aufgrund durchdrungener Lager, Dichtungen und Manschetten, wie bei der Verwendung von Hochdruckreinigern, werden vermieden.Infolge der schonenden Reinigung kommt es zu keiner Schädigung empfindlicher Teile. Dennoch wird in kurzer Zeit eine hohe Sauberkeit erzielt, so dass sich Rüstzeiten kurz halten lassen und der Arbeitsaufwand reduzierbar ist. Die verkrusteten Ölrückstände vermischen sich mit dem heißen Waschwasser. Beim Reinigen der Teile auf dem Rost der Heißwäscher wird das Waschwasser nach Gebrauch von Schweb- und Sinkstoffen befreit, gefiltert und den Geräten wieder zugeführt. Laut Schickert ist eine mehrwöchige Nutzung des Waschwassers möglich, ohne viel Abwasser zu erzeugen oder einen besonderen chemischen Zusatz zu verwenden.Kosten, wie sie beim Anschaffen und Entsorgen von Kaltreinigern entstehen, entfallen gänzlich. Dennoch werden Kaltreiniger noch häufig verwendet. Aufgrund der verschärften VOC-Richtlinie, der Zertifizierungsbestrebungen sowie einer sich ändernden Betriebsphilosophie nimmt jedoch das Umweltbewusstsein in der Fertigung zu. So wird laut Schickert immer häufiger bei Formwerkzeugen, Wechsel- und Spannvorrichtungen von Chlorkohlenwasserstoffhaltigen Kalt- auf wässrige Heißreiniger umgestellt. Auch bei Werkzeugen mit schwer zu reinigenden Stellen wie Vertiefungen, Sacklöchern oder Gewinden ist das der Fall, weil sich bei den Heißwäschern der Sprühstrahl gezielt auf die problematische Bereiche richten lässt.Unterstützt wird der Trend zu Heißreinigern durch verfahrbare Geräte, wie den Schnellwäscher 600 SR von Schickert. Damit lassen sich Teile neben der Maschine waschen. Das Wasser ist in einer Minute aufgeheizt. Zum Entfernen von angebackenem Schmutz können, bei Verwendung als Einzelarbeitsplatzgerät, Reinigungsbeschleuniger in den Kreislauf eingebracht werden. Die Wanne hat einen dreiseitigen Spritzschutz. Auf dem Abtropfrost lassen sich kleinere Maschinenteile oder Werkzeuge ablegen. In der Wanne sammelt sich das Schmutzwasser, das über eine Vor- und Feinfilterstufe von Schmutzstoffen befreit und über eine Pumpe zum Haupttank zurückgefördert wird.