Reverse Engineering Nahtlos vom Scan zum CAD-Modell

Quelle: Pressemitteilung Hexagon 2 min Lesedauer

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Hexagon demonstrierte auf der EMO 2025 den neuen Reverse-Engineering-Workflow. Im Mittelpunkt steht dabei die Software Geomagic Design X. In Kombination mit den 3D-Scanning-Technologien ermöglicht sie Ingenieuren den direkten Weg vom Scan zum parametrischen CAD-Modell.

Mit Geomagic Design X von Hexagon lassen sich aus 3D-Scans schnell vollständig bearbeitbare, parametrische CAD-Modelle erstellen.(Bild:  Hexagon)
Mit Geomagic Design X von Hexagon lassen sich aus 3D-Scans schnell vollständig bearbeitbare, parametrische CAD-Modelle erstellen.
(Bild: Hexagon)

Das scanbasierte Reverse Engineering mechanischer Komponenten macht es einfacher, Teile zu modernisieren, zu verbessern und nachzubilden. Gleichzeitig reduziert es kostspielige Fehler, die häufig bei manuellen Messungen und veralteten Konstruktionen auftreten. Trotz seines Potenzials wird dieser Prozess bisher oft als zu zeitaufwendig angesehen, da er spezielle CAD- und Scan-Kenntnisse voraussetzt, um unvollständige Scans in brauchbare CAD-Modelle umzuwandeln.

„In der Praxis ist selbst das Reverse Engineering eines einzigen Bauteils oft ein mühsamer Prozess, der häufig mehrere Personen beschäftigt. Er führt zu unzuverlässigen Ergebnissen und erfordert manuelle Reparaturen“, so Johannes Mann, Senior Director Industry Solutions bei Hexagon Manufacturing Intelligence. „Mit Geomagic Design X und der heute verfügbaren 3D-Scantechnik ist es jedoch möglich, direkt in CAD zurückzukonstruieren – mit einem produktiven Workflow, den Ingenieure und Fertigungsteams einfach übernehmen können.“

Sicher erfassen und konvertieren

Geomagic Design X ist eine Software, die den schnellsten Weg vom 3D-Scans zu vollständig bearbeitbaren, parametrischen CAD-Modellen bietet. Sie kombiniert direkte Scanner-Steuerung mit automatisierten Werkzeugen wie Regionensegmentierung, Modellierungsassistenten und Auto Sketch. So lassen sich aus Bestandsbauteilen oder Prototypen zuverlässig genaue, bearbeitbare Modelle erstellen, inklusive vollständiger CAD-Historie und Parametrierung.

Die Formen der heutigen Produkte sind sehr komplex, was eine genaue Nachbildung erschwert. Hier zeichne sich die Software aus, da sie es dem Benutzer ermöglicht, Freiformformen und -oberflächen schnell zu verarbeiten und nutzbare Non-Uniform Rational B-Splines (NURBS) sowie parametrische CAD-Modelle zu erstellen.

Nahtlose Integration in CAD-Systeme

Mithilfe der Livetransfer-Technologie der Software können Hersteller komplette parametrische Modelle direkt in gängige CAD-Plattformen wie Solidworks, Siemens NX, Autodesk Inventor und PTC Creo übertragen. Dieser optimierte Arbeitsablauf reduziert die Komplexität, beschleunigt die Konstruktionszyklen und stellt aktuelle Modelle zur Verwendung in Baugruppen, Zeichnungen, Simulationen und der Fertigung bereit.

Damit die endgültigen CAD-Modelle perfekt mit den Scandaten übereinstimmen, bietet Hexagon mit Geomagic Design X auch automatisierte Accuracy-Analyzer-Tools an. Diese überprüfen Abweichungen zwischen konstruierten Oberflächen und 3D-Scandaten präzise in jeder Phase des Arbeitsablaufs. Dadurch reduziert sich das Risiko von Nacharbeiten, Werkzeugiterationen und Passungsproblemen. Selbst komplexe organische Formen und kundenspezifische Designs, die mit herkömmlichen Methoden nicht erfasst werden können, lassen sich so rückverarbeiten. Basis dafür bildet eine fortschrittliche Netz- und Punktwolkenverarbeitung.

Routinierte Unterstützung modernster Scanner

Mit dem Streifenlichtscanner Smartscan VR800 kann ein einzelner Benutzer große Bauteile in nur einem Durchgang scannen.(Bild:  Hexagon)
Mit dem Streifenlichtscanner Smartscan VR800 kann ein einzelner Benutzer große Bauteile in nur einem Durchgang scannen.
(Bild: Hexagon)

Auf der EMO zeigte Hexagon unter anderem die Anbindung seines Streifenlichtscanners Smartscan VR800 in Geomagic Design X. Dadurch kann ein einzelner Benutzer große Bauteile in nur einem Durchgang scannen und gleichzeitig essenzielle Details wie Radien und Bohrlöcher vergrößern. Dank der fortschrittlichen Netzverarbeitung und der Einstellung „Exact Surface“ lassen sich selbst komplexe Geometrien mit hoher Präzision konvertieren. Damit können Nutzer flexibel Komponenten erstellen, die sich nahtlos in bestehende Systeme integrieren lassen oder spezifische ergonomische Anforderungen erfüllen.

„Mit der speziell entwickelten, Scanner-unabhängigen Software Geomagic Design X sparen Hersteller in jeder Phase des Reverse-Engineering-Prozesses Zeit“, fasst Mann zusammen. „Dadurch wird aus einer anspruchsvollen, aber unverzichtbaren Aufgabe eine einfach zugängliche Routineaufgabe, die das CAD-native Design ergänzt und Teams effizienter arbeiten lässt.“

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