Wickert Heizplattendauertest am IRC-Stand des Pressenherstellers

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Während der International Rubber Conference 2009 (IRC) im Messezentrum Nürnberg demonstriert der Landauer Pressenhersteller Wickert, wie mit einer 6-Zonen-Heizplattentechnik die Temperaturverteilung auf der Heizplattenoberfläche innerhalb einer Toleranz von ± 0,5 °C gehalten werden kann.

Anbieter zum Thema

Gefordert wird eine solch hohe Genauigkeit sowohl im Laborbetrieb als auch in der Fertigung. Für Laboranwendungen regelt beispielsweise die ISO 2393 das Mischen und Vulkanisieren von Gummimischungen. Auf den Heizplatten der Pressen wird eine Temperaturverteilungsgenauigkeit von ±0,5 °C gefordert.

Aber auch in der Produktion hat die Sensibilität der Verarbeiter deutlich zugenommen. Die Vulkanisationstemperatur ist beim Pressen von Gummiteilen der wichtigste Prozessparameter. Sie beeinflusst nur die Zykluszeit und damit die Wirtschaftlichkeit, sondern auch wichtige technische Parameter, wie das Rückstellverhalten (compression set) des Elastomerwerkstoffs.

Im Gegensatz zum Laborbetrieb ist es in der Produktion wichtig, dass die homogene Temperaturverteilung nicht an der Heizplattenoberfläche gegeben ist, sondern an der das Produkt berührenden Werkzeugoberfläche erreicht wird. Dort setzt die Wickert-6-Zonenregelung an: An der Werkzeugoberfläche wird bei Werkzeugabmessungen bis 1000 mm × 1000 mm eine Temperaturverteilung von ±1 °C realisiert.

Demonstriert wird dieses Heizplattensystem auf der Presse WKP 1600. Während der gesamten Konferenzdauer wird die an neun verschiedenen Punkten der Heizplatte gemessene Temperatur direkt angezeigt. Die IRC 2009 findet vom 29. Juni bis 2. Juli 2009 statt.

(ID:302230)