Bearbeitungszentren Hermle leidet sehr unter der Konjunktur

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, Gosheim, hat im ersten Halbjahr 2009 deutlich unter der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise gelitten. Obwohl fast die Hälfte des Umsatzes wegbrach, konnte der Werkzeugmaschinenhersteller aber ein positives Ergebnis erwirtschaften, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Ein schnelles Ende der Krise erwartet das Unternehmen allerdings nicht.

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Der Konzernumsatz von Hermle verringerte sich von Anfang Januar bis Ende Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 48% auf 67,1 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2008: 129,9 Mio. Euro). Im Inland erreichte der Umsatz 38,1 Mio. Euro (Vorjahr 68,6), im Ausland 29,0 Mio. Euro (Vorjahr 61,3). Damit lag die Exportquote bei 43,2% (Vorjahr 47,2), heißt es weiter.

Hersteller von Bearbeitungszentren vermeidet Verlust

Durch sehr flexible Abläufe und Strukturen habe Hermle trotz der hohen Umsatzeinbuße in den ersten sechs Monaten 2009 noch ein positives Ergebnis verbucht. Das Betriebsergebnis belief sich den Angaben zufolge konzernweit auf 4,5 Mio. Euro (Vorjahr 27,0 Mio. Euro) und der Gewinn nach Steuern auf 3,7 Mio. Euro (Vorjahr 20,4 Mio. Euro).

Auf dieser Basis habe die Finanzlage weiter gestärkt werden können: Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Stichtag 30. Juni 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 um 17,0 Mio. Euro auf 92,8 Mio. Euro. Allerdings sei darin noch die Dividende für das Geschäftsjahr 2008 enthalten, die Anfang Juli ausbezahlt wurde. Auch nach der Ausschüttung verfügt das Unternehmen über eine Eigenkapitalquote von 74,6% (Ende 2008: 72,7%).

Auftragsbestand von Hermle schrumpft deutlich

Der Auftragseingang ging im ersten Halbjahr 2009 konzernweit auf 40,3 Mio. Euro zurück, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Rekordniveau von 152,0 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte, wie der Werkzeugmaschinenhersteller weiter erläutert. Aus dem Inland erhielt Hermle neue Bestellungen in Höhe von 22,0 Mio. Euro (Vorjahr 81,0 Mio. Euro), das Ordervolumen aus dem Ausland belief sich auf 18,3 Mio. Euro (Vorjahr 71,0 Mio. Euro). Zum Stichtag Ende Juni 2009 verfügte das Unternehmen über einen Auftragsbestand von 16,9 Mio. Euro nach 43,8 Mio. Euro per Ende 2008.

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