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Im Januar 2010 begann Frimo mit der Projektierung einer neuen Infrarot-Schweißanlage. Aufgrund der jahrelangen, vertrauensvollen Zusammenarbeit entschied man sich für SEW-Eurodrive als Systempartner für die Antriebstechnik. Im Frühjahr wurden die Antriebskomponenten bestellt und Anfang Juli war die Anlage bereits fertig.
Um Hochleistungskunststoffe energieeffizient und hochfest zu verschweißen, sind hohe Geschwindigkeiten notwendig. Die kritische Umstellzeit sollte möglichst klein gehalten werden, was Antriebe erfordert, die stark beschleunigen können. Daher rüstet Frimo seine neue Anlagenserie „Highspeed“ (Bild 2) mit Synchronlinearmotoren der Baureihe SL2 von SEW-Eurodrive aus (Bild 1). Sie ermöglichen bislang unerreichte Geschwindigkeiten und somit eine hohe Produktivität beim Infrarotfügen. Ein geräuscharmer Lauf und Wartungsfreiheit kennzeichnen diese Motoren ebenso wie hohe Verfügbarkeit und Wiederholgenauigkeit.
Hohe Positioniergenauigkeit beim IR-Schweißen gefordert
Die Ansteuerung der Linearmotoren erfolgt über die dezentrale Antriebs- und Positioniersteuerung Movipro-SDC von SEW-Eurodrive (Bild 3). Modular, standardisiert und mit frei parametrierbaren Softwarekomponenten ausgestattet, vereinfacht sie die Integration vieler Funktionen und reduziert somit die Komplexität einer Anlage oder Maschine.
Eine weitere Forderung des Kunden Frimo betraf die Positioniergenauigkeit. Weil auch sicherheitsrelevante Bauteile wie Airbagschusskanäle geschweißt werden, werden bei dieser Anlage Genauigkeiten bis zu einem Zehntelmillimeter benötigt. Hier kann Movipro-SDC besonders überzeugen, wenn Zuverlässigkeit und exakte Positionierungen in der Anwendung gefordert sind. Darüber hinaus lassen sich mit den SEW-Antrieben sehr hohe Genauigkeiten erzielen.
Die Infrarot-Fügeanlagen der Baureihe Joinline von Frimo sind durch schnelle Taktzeiten, hohe Anlagenverfügbarkeit und optimale Prozesssicherheit gekennzeichnet. Sie decken das gesamte Anwendungsspektrum in der Automobilindustrie ab, beispielsweise Instrumententräger, Türinnenverkleidungen, Kraftstofftanks, Behälter für Bremsflüssigkeit oder Handschuhfach-Klappen.
Linearantrieb sorgt für schnelles und präzises Fügen der Bauteile
Speziell für kleinere und mittlere Bauteilgrößen, wie beispielsweise vom kleinen Luftventil bis hin zum Handschuhkasten, fertigt Frimo die kompakte Infrarot-Fügeanlage Joinline IR-H „Highspeed“. Sie hat eine Werkzeugaufspannfläche von 600 mm × 400 mm und schweißt ohne Gas, Hochtemperatur und Schmutz. Ein Werker spannt die zu verschweißenden Teile auf zwei Werkzeugträger und positioniert sie. Dann fährt eine Infrarot-Wärmequelle zwischen die beiden Werkstücke und erwärmt die Kontaktflächen durch Strahlungswärme. Anschließend fährt die Wärmequelle wieder heraus und die Teile werden aufeinandergefügt. Das Werkzeug bewegt sich hierbei horizontal (Bild 4).
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