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Fasern und Textilien

Hightech-Textilien erschließen neue Anwendungen

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Als eine „leise Revolution beim Lautstärkemanagement“ bezeichnet die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, Obertshausen, ihr Abstandsgewirke: Das Spacer-Gewirke mit akustischer Wirksamkeit ist 35 mm dick. Es besteht in der Abstandsschicht aus einem Monofilamentgarn und zeigt an den Oberflächen ein texturiertes Fadenmaterial, eine durchdachte Konstruktion, die, so das Unternehmen, eine wirkungsvolle Schallabsorption ermöglicht. Während die Ober- und die Unterseite mit ihrer mikroskopischen Rauheit auftreffende Schallwellen effizient reflektieren, bietet der räumliche Abstand der beiden Lagen eine Zone zur Dissipation, also zur gezielten Energieumwandlung der Schallwellen auf ein Minimum.

Umweltfreundliche Alternative zu Deckvlies von Hygieneprodukten

Die nach eigenen Angaben erste Viskosefaser mit eingebauter Hydrophobie hat die Kelheim Fibres GmbH, Kelheim, mit Olea entwickelt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Hydrophobierung schafft es der Viskosefaserspezialist, durch den Einbau des wasserabweisenden Effekts in die gesamte Fasermatrix die typischen Eigenschaften der Viskosefaser zu erhalten. Aufgrund dieser Einbindung während des Spinnprozesses ist der hydrophobe Effekt beständig und nicht auswaschbar. Das Hilfsmittel, das zur Produktion von Olea verwendet wird, wird wie die Faser selbst aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, sodass die gesamte Faser vollständig biologisch abbaubar ist.

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„Olea ist eine umweltfreundliche Alternative für das Deckvlies von Hygieneprodukten, das in direktem Hautkontakt steht. Um die Haut des Trägers zu schützen, muss dieses den Transport von Flüssigkeit in den Saugkörper gewährleisten. Dabei soll das Deckvlies selbst aber trocken bleiben“, erklärt Dr. Philipp Wimmer aus dem Forschungsteam.

„Die Kombination der hydrophoben Eigenschaften mit dem für Viskosefasern typischen ausgezeichneten Feuchtigkeitsmanagement und hervorragendem Tragekomfort ist vor allem im Hinblick auf Sportswear und andere funktionelle Textilien sehr vielversprechend.“ Intelligente Textilien halten zunehmend Einzug in das alltägliche Leben. Was Astronauten im Weltall und Forschern in der Antarktis hilft, kann auch für Otto-Normalverbraucher nützlich sein, meint jedenfalls die Outlast Europe GmbH, Heidenheim.

Phase-Change-Materialien gleichen Temperatur aus

Sogenannte temperaturregulierende Phase-Change-Materialien (PCM) findet man inzwischen in vielen Produkten: Von Oberbekleidung, Unterwäsche, Socken, Accessoires oder Schuhen bis hin zu Bettwaren und Schlafsäcken erobern sie immer mehr Einsatzgebiete. Etwas „exotischere“ Erfolge feiern sie in schusssicheren Westen, im Automobil, in medizinischen oder speziellen industriellen technischen Anwendungen, in denen der Wärme- und Energiehaushalt eine Rolle spielt.

Doch wie funktionieren PCM? Nicht zu warm, nicht zu kalt – genau richtig, so einfach lässt sich die Wirkungsweise auf einen Nenner bringen. Materialien von Outlast nehmen also Körperwärme auf, wenn zu viel produziert wird, und geben die überschüssige Wärme wieder zurück, wenn der Körper sie braucht. Beeinflusst wird dabei das Mikroklima auf der Haut. Angenehmer Nebeneffekt: Die Schweißbildung wird erheblich reduziert. Damit wird ein aktiver, dynamischer Temperaturausgleich erzielt.

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