Hilscher will mit der neuesten Generation seiner „netX“-Kommunikationscontroller bereits heute die Zukunft sichern helfen. Hier mehr dazu ...
Die Cyber-Security-Anforderungen wachsen. Bei Hilscher begegnet man dem mit der neuen „netX“-Familie, die zunächst aus zwei Chips bestehen wird – dem „netX 902“ und „netX 912“. Damit sei man bereits gut für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Lesen Sie!
(Bild: Hilscher)
Die „netX“-Kommunikationscontroller sind, wie es heißt, seit über 20 Jahren Standard für viele Applikationen der Automatisierungstechnik. Sie gelten als Komplettsysteme für alle Feldbusse und Real-Time-Ethernet-Protokolle. Mit einer Hardware-Plattform und der Firmware für Protokoll-Stacks ließen sich alle Feldgeräte und Steuerungen einer Anlage an alle Netzwerke anschließen, wozu es keine weitere Technik mehr brauche.
Und weil in der Industrie die Feldebene und die IT-Welt mehr und mehr zusammenwachsen, sorgt das für weitere Schnittstellen und damit für Herausforderungen in puncto Automatisierung, führt Hilscher weiter aus. Dabei wird die Cyber Security zu einem entscheidenden Faktor für den Erfolg von produzierenden Unternehmen, weil nur ein sicherer Betrieb die volle Verfügbarkeit einer Anlage garantiert. Auch würden mit neuen datenbasierten Geschäftsmodellen verbesserte Herstellungsprozesse, Produktionsmethoden und Kostensenkung erreichbar. Und die Basis aller dieser erweiterten Möglichkeiten ist die sichere Kommunikation und eine entsprechende weiter verbesserte Technologie in der neuesten Version der „netX-Chips“ und Firmware, wie der Automatisierungsspezialist betont. Hier nun mehr zur neuen Generation ...
Neue Anforderungen verlangen neue Ideen
Die aktuelle „netX-90-Chip“-Plattform decke bereits einige der kommenden Herausforderungen ab. So können mit dem System zusammen und mit der neuen Secure Firmware neben einer Multiprotokollfähigkeit bereits sichere Geräte bis zum Security Level 2 der IEC-62443-Norm realisiert werden, wie Hilscher erklärt. Ein separat vorhandener Applikationsprozessor erlaubt zum Beispiel das direkte Einbinden von kundenspezifischer Anwendungen, oder auch das Ausleiten von IoT-Daten aus den Geräten, um nur eine von vielen Möglichkeiten zu nennen.
Mit der Weiterentwicklung der Kommunikationsstandards, an denen Hilscher in vielen technischen Arbeitsgruppen mitarbeitet, kommen, wie es weiter heißt, nun weitere Anforderungen auf der Kommunikationsseite hinzu. Verschiedene TSN-basierte Protokollstandards wie Profinet, Ethernet/IP, EtherCAT-G, CC-Link IE und OPC UA FX benötigen nämlich zur Vernetzung dezentraler Steuerungen eine Bandbreite im Gigabit-Bereich. Und Edge-Geräte brauchen einen Datenzugang in die Feldebene ebenfalls mit Gigabit-Bandbreite. Und die aufkommende Virtualisierung von Steuerungen verschiebe einen Teil der Datenverarbeitung nicht zuletzt in die Feldgeräte. Neue Standards, Gigabit-Technologien und TSN hießen die Treiber, die dabei eine höhere Performance bei gleichbleibender Echtzeitfähigkeit und wachsenden Security-Anforderungen notwendig machten. Bei Hilscher fänden diese Neuerungen nun ihren Weg in die neue Familie von Kommunikationscontrollern. Die entsprechende „netX“-Familie wird dazu zunächst aus zwei Chips bestehen – dem „netX 902“ und „netX 912“.
Cyber Security ist dabei fest verankert
Die grundsätzliche Architektur ist der des „netX 90“ ähnlich. Man habe dabei die Trennung von Applikations- und Kommunikationsseite beibehalten. Und in der neuen Architektur sind zunächst zwei Echtzeitkanäle vorgesehen. Die „netX“-900-Familie wird dabei komplementär zum „netX 90“ positioniert. Während Letzterer für kleine Feldgeräte, komplexe Sensorik und kompakte Antriebstechnik ideal sei, sollen die „netX“-900-Prozessoren komplexere Kommunikationsaufgaben für sichere Feldgeräte, Steuerungen sowie Edge-Geräte umsetzen können. Cyber Security spielt, wie Hilscher betont, dabei eine wesentliche Rolle. Deshalb ist sie im Design tief verankert. Alle Real-Time-Ethernet-Systeme könnten sowohl auf der Device- als auch der Controller-Seite gemäß neuster Definitionen der Protokollstandards, Daten in Echtzeit und mit niedrigster Zykluszeit ver- und entschlüsseln.
Es ist ein komplexes Security-Management-Processing-System integriert, dass für alle kommenden Aufgaben der IEC 62443 und den Anforderungen beispielsweise des Cyber Resiliance Acts vorbereitet ist, wie man weiter erfährt. Dazu werden alle relevanten Feldbusse weiterhin unterstützt, so dass sich auch Bestandsgeräte mit Feldbustechnik noch auf den neusten Stand bringen lassen. Damit sind die Anwender mit nur einer Chip-Plattform für alle künftigen Kommunikationsaufgaben gut aufgestellt und genießen volle Kompatibilität, wie Hilscher weiter erklärt. Soft- und Hardware kommen dabei wieder aus einer Hand. Komplett verfügbar wird die Familie dann voraussichtlich gegen Mitte 2025 sein.
Stand: 08.12.2025
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