Arbeitssicherheit

Hinter Schloss und Riegel und gefangen im virtuellen Käfig

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Beide Techniken – CSS und sicheres RFID – ermöglichen die Reihenschaltung von mehreren Sicherheitsschaltgeräten und die Auswertung der sicherheitsgerichteten Signale über einen einzigen Sicherheits-Relaisbaustein. Darüber hinaus lassen sich auch diagnoserelevante Signale übertragen, sammeln und auswerten.

Als Alternative zur „feststehenden trennenden Schutzeinrichtung“ – zur Schutztür – als Gefahrenbereichs- und Zugangsabsicherung von Roboter-Arbeitsplätzen können auch optoelektronische Schutzeinrichtungen verwendet werden. In diesem Fall ist als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme die doppelte Quittierung erwähnenswert, die bei den Sicherheits-Lichtvorhängen und –Lichtgittern der Serie SLC/ SLG 440 realisiert wurde (Bild 4).

Damit der Roboter nach einem Auslösen der Schutzeinrichtung wieder gestartet werden kann, muss erst ein Befehlsgerät innerhalb des Gefahrenbereichs und dann – innerhalb einer definierten Zeitspanne – ein zweites Befehlsgerät außerhalb des Gefahrenbereichs betätigt werden. So kann man sicherstellen, dass das Personal den Gefahrenbereich verlassen hat.

Auf der Automatica werden sicherlich auch die Auswirkungen diskutiert, die sich aus der Norm ISO 14119 ergeben. Sie wird die bisher noch gültige EN 1088 ersetzen und trifft Regelungen zum Einsatz und zur Auswahl von Sicherheitsschaltern und Sicherheitszuhaltungen.

Norm definiert erstmals vier verschiedene Bauarten

Konstrukteure werden davon profitieren, dass die Norm erstmals vier verschiedene Bauarten von Verriegelungseinrichtungen und Codierungsstufen definiert. Zudem enthält sie zahlreiche anschauliche Grafiken, Flowcharts und Tabellen, die die Auswahl eines für den Anwendungsfall geeigneten Sicherheits-Schaltgerätes erleichtern. Sehr praxisorientiert ist auch die gut strukturierte Beschreibung des Ablaufs, wie der Konstrukteur die richtigen Maßnahmen gegen eine Manipulation der Schutzeinrichtung identifizieren kann.

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