Wacker Hocheffizient wirkender Schlagzähmodifkator für Epoxidharze
Der Münchener Chemiekonzern Wacker hat ein ein pulverförmiges Additiv entwickelt, das die Schlagzähigkeit von Epoxidharzen deutlich verbessert, ohne Beeinträchtigung der mechanischen Festigkeit und Temperaturbeständigkeit.
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Der im unvernetzten Epoxid-Reaktionsharz dispergierbare Schlagzähmodifikator wurde unter dem Namen Genioperl P52 am Markt eingeführt. Dieses redispergierbare Produkt wirkt bereits in kleinen Mengen. Mit diesem Additiv verkraften Epoxidkleber laut Wacker starke Belastungen durch Stöße und Vibrationen.
Schlagzähmodifikator: Harte Schale, weicher Kern
Der Schlagzähmodifikator .besteht aus kugelförmigen Teilchen gleicher Größe. Sie bestehen aus einem weichelastischen, vernetzten Silikonkern und einer harten Schale aus einem organischen Polymer.
Im pulverförmigen Additiv sind die Kern-Schale-Teilchen zu Partikeln zusammengelagert, deren Größe im zweistelligen Mikrometerbereich liegt. Beim Einmischen in das flüssige Epoxid-Reaktionsharz zerfallen diese Agglomerate vollständig.
Die freigesetzten Kern-Schale-Teilchen verteilen sich gleichmäßig in der gesamten Harzmatrix. Aufgrund einer besonderen Morphologie der Polymerhülle, die eine Anbindung der Teilchen an das Reaktionsharz zulässt, wird eine stabile Feinverteilung erreicht.
Schlagzähmodifikator kommt mit geringen Mengen aus
Die Stabilität der Feinverteilung im flüssigen Harz und die Struktur der dispergierten Teilchen machen das Additiv laut Wacker hocheffizient. Anders als mit herkömmlichen Schlagzähmodifikatoren sind nur vergleichsweise niedrige Mengen erforderlich, um die Sprödigkeit des ausgehärteten Epoxidharzes deutlich zu verringern. Aufgrund der Möglichkeit der sparsamen Dosierung behalte das Epoxidharz seine charakteristischen Eigenschaften, vor allem seine hohe Steifigkeit und Erweichungstemperatur.
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