Mikrotron Hochgeschwindigkeitskamera mit hoher Lichtempfindlichkeit

Redakteur: Udo Schnell

In Industrie und Forschung müssen immer mehr schnelle und komplexe Abläufe präzise kontrolliert werden. Der optischen Überwachung mit leistungsfähigen Hochgeschwindigkeitskameras kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Das Problem war bisher nur der durch die kurzen Verschlusszeiten von High-Speed-Kameras bedingte notwendige hohe Beleuchtungsaufwand.

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Mit der neuen Hochgeschwindigkeitskamera Eo-Sens präsentiert Mikrotron nach eigenen Angaben eine Hochgeschwindigkeitskamera mit einer Lichtempfindlichkeit von 2500 ISO/ASA. Das bedeute 16-mal höhere Lichtempfindlichkeit im Vergleich zu bisher üblichen Standards.

Mit 500 Vollbildern in der Sekunde erschließe die Kameraserie High-Speed-Kameraserie Eo-Sens damit völlig neue Möglichkeiten für die optische Überwachung und Kontrolle in Hochgeschwindigkeit. Etwa bei Anwendungen, bei denen mangels Licht der Einsatz von Hochgeschwindigkeitskameras bisher überhaupt nicht möglich war — wie im Freien unter schlechten Lichtverhältnissen oder bei Einsätzen, die das Anbringen aufwändiger Lichtquellen verhindern. Auch in allen anderen Fällen reduziert die High-Speed-Kamera Eo-Sens das Problem, ausreichend Licht für kurze Verschlusszeiten bereitzustellen, auf ein Minimum an Technik- und Kostenaufwand.

Sensordynamik wird an menschliches Auge angepasst

Weitere Besonderheit ist laut Mikrotron die zuschaltbare Belichtungsoptimierung. Sie passt die üblicherweise linear verlaufende Bilddynamik eines CMOS-Sensors über zwei wählbare Stufen an die nicht-lineare Dynamik des menschlichen Auges an. Das erzielt auch bei extremen Hell-Dunkel-Unterschieden klare Details in allen Bereichen. Gerade für die Bildverarbeitung sei dies ein unschätzbarer Vorteil.

Von großem Nutzen bei unklaren Lichtverhältnissen, etwa bei Erkennungs- und Tracking-Aufgaben im Außenbereich, ist den Angaben zufolge die ebenfalls zuschaltbare Mehrfachbelichtung. Bis zu siebenmal kann die Ladung eines Pixels aufsummiert werden. Aus bis zu sieben unterschiedlich belichteten Alternativen kann das in jedem Fall optimal belichtete Bild zur Weiterverarbeitung gelangen.

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