Schleifen Hochleistungs-Pendelhubschleifen im Schälschliff erhöht Produktivität
Bei der Endbearbeitung von metallischen Bauteilen mit erhöhten Anforderungen an die Oberflächenqualität ermöglicht das Hochleistungs-Pendelhubschleifen mit dem Schälschliff (HPSS) im Vergleich mit herkömmlichen Verfahren ein höheres Zeitspanvolumen unter Einhaltung der geforderten Bauteilqualität.
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Für eine große Bandbreite metallischer Bauteile des Maschinen-, Werkzeug- und Formenbaus ist eine Präzisionsbearbeitung zur Herstellung der geforderten Maß- und Formgenauigkeit mit einer definierten Güte der Funktionsfläche erforderlich. Dazu kommt häufig das Flach- oder das Tiefschleifen mit konventionellen Schleifscheiben zur Anwendung.
Tiefschleifen kann zu thermomechanischer Überlastung führen
Das Tiefschleifen zeichnet sich durch hohe erreichbare Abtragsraten mit bis zu mehrere Millimeter großen Zustellungen aus. Die Eingriffsverhältnisse erschweren allerdings eine sichere Beherrschung des Prozesses.
Aufgrund des großen Eingriffsbogens (Kontaktlänge) zwischen Schleifscheibe und Werkstück steigt mit zunehmender Vorschub- und Schleifscheiben-Umfangsgeschwindigkeit die Gefahr einer thermomechanischen Überlastung von Werkstück und Schleifscheibe an. Deshalb lassen sich beim Tiefschleifen nur geringe Schnittgeschwindigkeiten realisieren.
Beim Tiefschleifen sind die Schnittgeschwindigkeiten gering
Beim vergleichsweise einfacher zu beherrschenden Flachschleifen hingegen werden geringe Zustellungen im Bereich von ae = 0,005 bis 0,05 mm gewählt mit Tischvorschubgeschwindigkeiten von in der Regel vw ≤ 40 m/min. Dabei kommen Strategien zum Schruppen und Schlichten (mit oder ohne zwischenzeitliches Abrichten) durch Reduzierung der Zustellung beim Ausfeuern zum Einsatz.
Ist die Schleifscheibe schmaler als das zu schleifende Werkstück, erfolgt ein sogenanntes Multiplanschleifen mit mehrfachem Einstechen zum Schruppen und anschließendem mehrfachen Schlichten durch seitliches Versetzen der Schleifscheibe mit einem gewissen Überdeckungsgrad. Große aktive Schleifscheibenbreiten führen schnell zu einem rapiden Anstieg des Schleifkraftniveaus wegen der zwischen Schleifscheibe und Werkstück vorliegenden großen Schleifkontaktzone. Dadurch wird die erzielbare Zerspanleistung beim Flachschleifen stark begrenzt.
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