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Zudem wurde Solstice PF in Verbindung mit einem herkömmlichen Dampfdesorptionssystem zur Kohlenstoffaufnahme getestet. Die Untersuchungen ergaben, dass das Lösungsmittel hydrolysestabil ist und weder eine Zerfallsreaktion des zurückgewonnenen Solstice PF noch des Wassers stattfindet. Dadurch bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die Rückgewinnung und das Recycling von Solstice PF in einem Komplettsystem.
Solstice PF zeigt keinen chemischer Zerfall des Lösungsmittels
Solstice PF erwies sich außerdem kompatibel mit Edelstahl, kaltgewalztem und galvanisiertem Stahl, Kupfer sowie Eisen und Aluminium mit oder ohne Wasserüberschuss (Bild 2). Um die Stabilität des Reinigungsmittels zu testen, wurde das Solstice PF zwei Wochen lang in Anwesenheit von entsprechendem Metall und Wasser zurückgespült. Nach Abschluss des Tests war jedoch kein chemischer Zerfall des Lösungsmittels zu beobachten.
Solstice PF zeichnet sich zusätzlich noch durch seine sehr hohe elektrische Stabilität aus: Die Durchschlagsfestigkeit etwa beträgt 18,0 kV bei einem Abstand von circa 2,5 cm. Damit besitzt das Lösungsmittel eine Durchschlagsfestigkeit, die dem 2,5-fachen Wert von Stickstoff entspricht und 1,2-mal höher ist als die von CFC-113 (einem Trichlor-Trifluorethan).
Um die Anlagentechnik dem Reinigungsfluid anzupassen, wurde eine komplett neue Anlagenversion (ih-Serie) konzipiert, die unter der Prämisse entwickelt wurde, die Verwendung von Solstice PF, einem Lösemittels neuester Generation mit einem sehr niedrigen Verdampfungspunkt, im geschlossenen Kreislauf nutzbar zu machen.
Die Optimierung der Anlagentechnik mündete in neue Baureihe
Eine große Herausforderung bestand außerdem darin, den Verbrauch des Lösungsmittels so niedrig wie möglich zu halten und das Leistungsvermögen des Reinigers dabei optimal auszuschöpfen. Bei der ih-Serie können die bereits bei vorhandenen Anlagen verfügbaren Tauch-, Spritz-, Ultraschall-, Feinstfiltrierungs- und Dampfentfettungsverfahren auch ausgeführt werden, um die geforderten Reinheitsergebnisse zu erreichen. Im Prozess wird verschmutztes Lösemittel durch die serienmäßig vorhandene Destillation immer wieder aufbereitet, was die Betriebskosten reduzieren hilft.
Ein erster Prototyp der ih-Serie ist nun fertiggestellt und ab sofort bietet Wehrle & Weber den Kunden exklusive Testreinigungen an. Im Gegensatz zu üblichen Lösemittelanlagen sind bessere Reinigungsergebnisse viel energiesparender zu erreichen.
* Christian Mahnken ist Verkaufsleiter Industriekunden bei der Wehrle & Weber GmbH in 49328 Belle-Buer.
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