Vermarktungsschritte Größtes Windrad der Welt soll Verkaufsschlager werden

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Mit 365 Metern und vergleichsweise viel Energieertrag sind die Entwickler überzeugt, dass der weltweit höchste Windturm, der in der Lausitz steht, Maßstäbe für die Energiewende setzen kann ...

Links sieht man eine übliche Windkraftanlage. Rechts steht das weltweit größte System dieser Art, das von der Gicon-Gruppe gebaut wurde. Nur sie beherrsche den Bau in diese Höhen, um die doppelte Leistung durch größere Rotoren zu erreichen. Die Giganten will man nun in die Welt exportieren ...(Bild:  Gicon)
Links sieht man eine übliche Windkraftanlage. Rechts steht das weltweit größte System dieser Art, das von der Gicon-Gruppe gebaut wurde. Nur sie beherrsche den Bau in diese Höhen, um die doppelte Leistung durch größere Rotoren zu erreichen. Die Giganten will man nun in die Welt exportieren ...
(Bild: Gicon)

Das höchste Windrad der Welt findet sich in der Lausitz. Es soll künftig in einem kleinen Windpark getestet und vermarktet werden. „Das, was wir gelernt haben, soll als Nächstes in einem kleinen Pilotwindpark mit drei bis fünf Anlagen umgesetzt werden, wo wir dann den Schritt der Wirtschaftlichkeit, der Markteinführung gehen“, so Jochen Großmann, der Gründer und Leiter des Dresdner Unternehmens Gicon. Dann sollen ihm zufolge rund 100 Anlagen in Deutschland entstehen. Das Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit solcher XXL-Anlagen zu beweisen, um damit schließlich bestehende Windparks nachzurüsten. Der Höhenwindturm, der in Schipkau steht, ist samt Rotorblättern 365 Meter hoch und wurde als Forschungsanlage mit Hilfe des Bundes für Baukosten von 25 Millionen Euro errichtet. Die 3,8 Megawatt-Anlage erreichte vor Tagen ihre endgültige Höhe. Nach Abschluss der letzten Arbeiten soll sie im November den Betrieb aufnehmen, wie das Unternehmen ankündigte.

Keiner baut in puncto Windkraftanlagen so hoch

Auch laut Bundesverband Windenergie steht nirgends sonst eine höhere Windkraftanlage – auch nicht in China! Alle hätten versucht, in diese Höhe zu kommen. Nur Gicon habe es geschafft! Die Gicon-Gruppe mit Hauptsitz in Dresden baute den Windturm im Auftrag der Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind). Der Projektmanager von Sprind, Julian Keil, ist der Meinung, dass weitere 1.000 bis 2.000 Anlagen nun in die Welt gebracht werden können. Unternehmer Großmann führt weiter aus: „Auch wenn man es für größenwahnsinnig halten sollte: Wir haben alleine die vorhandenen Windparks in Deutschland gescreent.“ In die vorhandenen Windparks könne er unter Beachtung aller Randbedingungen allein rund 4.000 Anlagen nachrüsten. Es gebe inzwischen auch Anfragen aus anderen Ländern. Und jetzt müsse man einfach den Mut haben, die Kraft zu bündeln, um letztendlich von hier aus auch einmal eine Entwicklung in die Welt zu tragen. Der Rekordwindturm hat demnach den doppelten Energieertrag wie eine konventionelle Windkraftanlage. Damit könnte also Fläche gespart werden. Auch sie sei für eine Lebensdauer von rund 20 Jahren ausgelegt.

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