Studie Humanoide Roboter könnten künftig unterstützen und Arbeiter entlasten

Quelle: Pressemitteilung von Horváth AG 2 min Lesedauer

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Aus dem Labor in die Betriebe: Laut Analyse von Horváth ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis humanoide Roboter für den industriellen Einsatz bereit sind.

Bisher kommen vor allem Gelenkroboter in der Industrie zum Einsatz. Das könnte sich laut Horváth-Analyse im kommenden Jahr ändern.(Bild:  ipopba - stock.adobe.com)
Bisher kommen vor allem Gelenkroboter in der Industrie zum Einsatz. Das könnte sich laut Horváth-Analyse im kommenden Jahr ändern.
(Bild: ipopba - stock.adobe.com)

Humanoide Roboter betreten die Werkshallen großer Industriebetriebe. Was immer noch nach Science Fiction klingt, könnte schon im kommenden Jahr Realität werden. Das zeigt die Horváth-Marktanalyse „Humanoide Roboter in Operations“. Schon 2025 könnten menschenähnliche Roboter für den industriellen Einsatz in Serie produziert werden, prognostiziert Tobias Bock, Senior Project Manager bei Horváth. Durch die technologische Weiterentwicklung werde der Reifegrad humanoider Roboter bis 2030 sogar so weit fortgeschritten sein, dass sie in ihrer Bewegungsgeschwindigkeit, Flexibilität und Feinmotorik menschliche Fähigkeiten übertreffen. Davon gehen die Experten der Marktanalyse aus.

Einsatzmöglichkeiten in Produktion und Logistik

Bislang kommen in der Industrie vor allem sogenannte Articulated Robots (Gelenkroboter) zum Schweißen, Lackieren und in der Montage zum Einsatz. Cobots (kollaborative Roboter) werden unter anderem zur Qualitätsinspektion eingesetzt. Beide Roboter-Arten ähneln einem menschlichen Arm. Humanoide Roboter hingegen gleichen in ihrer gesamten Statur dem Menschen, sind auch ähnlich groß und schwer. Damit eignen sie sich insbesondere für die Arbeit in Umgebungen, die für Menschen konzipiert wurden.

Erste Pilotprojekte in der Automobilindustrie laufen bereits. So testet Mercedes beispielsweise den Einsatz eines Modells des US-Herstellers Apptronik: Apollo ist ca. 1,73 Meter groß, wiegt 73 Kilogramm und kann 25 Kilogramm heben. Er soll in der Produktion eingesetzt werden, etwa bei der Auslieferung von Montagesätzen an die Arbeiter. Es werde noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette geben, so Bock. „Humanoide Roboter können in der Produktion und in der Logistik vor allem besonders arbeitsintensive, physisch anspruchsvolle und repetitive Aufgaben übernehmen“.

Anschaffungskosten sinken drastisch

Aktuell sind die Anschaffungskosten für menschenähnliche Roboter noch höher als für andere Industrieroboter. Horváth rechnet zur Markteinführung mit einem Preis von durchschnittlich 80.000 Euro. Hinzu kommen etwa 4.000 Euro Wartungs- und Instandhaltungskosten pro Jahr. Durch die Serienproduktion soll der durchschnittliche Beschaffungspreis bis 2030 jedoch auf 48.000 Euro sinken.

Experten gehen davon aus, dass der ROI pro Roboter je nach Anschaffungspreis anfänglich bei weniger als 1,36 Jahren liegen und sich durch die technische Entwicklung in den kommenden Jahren drastisch verringern wird. Bock: „Mittelfristig verfügbare humanoide Roboter haben das Potenzial, mehr als 50 Prozent der manuellen Tätigkeiten im Produktionsumfeld zu übernehmen“.

Menschenähnliche Roboter könnten also künftig Personallücken bei immer wiederkehrenden, körperlich schweren Arbeiten schließen und dabei helfen, hoch qualifiziertes Personal am Fließband zu entlasten. Es könnte sich schon jetzt für Industrieunternehmen lohne,n das Transformationspotenzial in ihrer Strategie zu berücksichtigen und mögliche Anwendungsfelder in ihrem Betrieb zu identifizieren.

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