Schwingungsisolierung

Hydrolager halten Schwingungen von Kabinen mobiler Arbeitsmaschinen fern

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Die physikalische Wirkung der in Hydrolagern verwendeten Fluide wird von der Fluidmasse und der Viskosität bestimmt. Die Resultate sind ein Masse- und Reibungseffekt. Aufgrund des Masseeffekts wird je nach Phasenlage der bewegten Fluidmasse gegenüber der Anregung am Innen- oder Außenteil des Lagers eine Kraft erzeugt, die im günstigsten Fall sogar die Anregung ausgleichen kann. Der Reibungseffekt bewirkt, dass sich die mit der strömenden Flüssigkeit verbundene kinetische Energie reduziert. Grund dafür ist die innere Reibung des Fluids mit der nicht umkehrbaren Energieumwandlung in Wärme. Die gezielte Optimierung eines Hydrolagers ermöglicht, dass die stets gleichzeitig auftretenden Effekte zueinander gewichtet werden. Im Ergebnis wird dadurch die Dämpfung eines Lagerelements je nach Bedarf breit- oder schmalbandig eingestellt.

Muss beispielsweise eine Kabinenlagerung auf eher weit voneinander entfernte Anregungsfrequenzen ausgelegt werden, empfiehlt sich der Einsatz des Hydrolagers VL von Freudenberg (Bild 2). Eine anspruchsvolle Motorlagerung kann zudem gezielt auf eine Anregungsfrequenz oder auf dicht beieinander liegende Anregungsfrequenzen ausgelegt werden, die passende Antwort ist beispielsweise das Hydrolager der Bauart KL (Bild 3).

Elastomere Werkstoffe zur Körperschallisolation

Diese Hydrolager sind immer auch unter dem Gesichtspunkt der Körperschallisolation auf höhere Anregungsfrequenzen bis in den akustischen Frequenzbereich hinein optimiert. Basis dafür sind die geringe Verhärtung und die geringe Dämpfung der dabei verarbeiteten Elastomere. Darüber hinaus ist beim Hydrolager KL zwischen den Hauptkammern eine mit Spiel frei bewegliche Elastomermembran integriert. Sie reduziert den Relativdruck zwischen den Kammern bis zu einer eingestellten Anregungsamplitude.

Aufgrund der elastomeren Membran strömt das Fluid nur mit sehr niedriger Geschwindigkeit – trotz Schwingungsanregung. Daraus resultiert bis zu höheren Schwingungsfrequenzen, die bis in den akustischen Frequenzbereich hinein reichen, praktisch kein höheres Dämpfungsniveau als das des Elastomers der Hauptfeder. Auch die Steifigkeit verbleibt auf dem Niveau eines Lagerelements ohne hydraulischen Wirkmechanismus. Damit werden beste Voraussetzungen für eine deutliche Reduzierung des Geräuschniveaus erreicht.

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