Modernisierung der Bahn-Flotte
Wie ICE mit dem 3D-Drucker fit gemacht werden

Ein Gastbeitrag von Raphael Rieffel* 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach 30 Jahren auf der Strecke steht bei den ICE der ersten Generation eine Komplettmodernisierung an. Das Instandhaltungsteam im DB-Werk Neumünster setzt bei der Herstellung von Fertigungshilfen auf den 3D-Druck. Das reduziert nicht nur Kosten, sondern erhöht auch die Qualität.

Für die Modernisierung und Instandhaltung ihrer ICE-Flotte setzt die Deutsche Bahn auf den 3D-Druck.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Für die Modernisierung und Instandhaltung ihrer ICE-Flotte setzt die Deutsche Bahn auf den 3D-Druck.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Die Deutsche Bahn betreibt knapp 400 ICEs in Deutschland, einige davon sind bereits seit 1991 im Einsatz. Kein Wunder also, dass die 40 ICE-1-Züge nach 30 Jahren auf der Strecke modernisiert werden. Seit 2020 werden die Züge in 50 Werken deutschlandweit auf Vordermann gebracht. Dabei sticht ein Werk im hohen Norden Deutschlands besonders hervor: Neumünster in Schleswig-Holstein. Das Team hat unter der Initiative des Fertigungsingenieurs Carsten Wolfgramm eine 3D-Druck-Werkstatt speziell für die Instandhaltung aufgebaut.

Das Alte muss raus

Bevor mit der eigentlichen Modernisierung begonnen werden kann, muss das Team im Werk Neumünster zunächst alle Waggons eines ICE entkernen. Sitze, Gepäckablagen, Technik – alles wird entfernt. Anschließend beginnen die verschiedenen Gewerke mit dem Wiederaufbau der Waggons. Damit alle Arbeiten pünktlich und effizient ausgeführt werden können, müssen die Lackier-, Schlosser- und Elektrikerbetriebe landesweit reibungslos zusammenarbeiten. Das Werk in Neumünster ist ein Knotenpunkt für die Modernisierung des ICE 1.