Plus Trump-Effekte Ifo-Institut senkt auch wegen Trump die Prognosen

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Das Münchener Ifo-Institut hat die Prognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr auf ein Wachstum von 0,2 Prozent herunter korrigiert.

Wie das Münchener Ifo-Institut nun mitteilen muss, hat sich die Lage der deutschen Wirtschaft so verschlechtert, dass die letzten Prognosen nicht mehr gelten ...(Bild:  Ifo-Institut)
Wie das Münchener Ifo-Institut nun mitteilen muss, hat sich die Lage der deutschen Wirtschaft so verschlechtert, dass die letzten Prognosen nicht mehr gelten ...
(Bild: Ifo-Institut)

Im Winter 2024 waren die Münchner Ifo-Wirtschaftsforscher noch von einem Plus von 0,4 Prozent ausgegangen. Nun glauben sie, dass erst im Jahre 2026 mit 0,8 Prozent wieder etwas mehr Potenzial gehoben werden könnte. Alle Werte beziehen sich dabei auf das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP). Wie die Experten sagen, steckt die deutsche Wirtschaft sozusagen fest. Trotz einer wieder anziehenden Kaufkraft bleibt die Konsumlaune verhalten. Und auch die Unternehmen investieren zurückhaltend, merkt der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser, dazu an. Insbesondere die Industrie leidet demnach unter schwacher Nachfrage und zunehmendem internationalem Wettbewerbsdruck. Das Ifo erwartet für 2025 eine Inflation von etwa 2,3 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent.

Mehr Wachstum bei richtiger Weichenstellung

Die aktuelle Prognose beinhaltet allerdings noch nicht die aktuellen Pläne der voraussichtlichen künftigen Regierung, wie Wollmershäuser klarmacht. Diese seien einerseits noch nicht sicher beschlossen, andererseits wisse man nicht genug über die genaue Ausgestaltung. Sollten diese allerdings gut umgesetzt werden, gebe es deutliches Potenzial nach oben. Vor allem kommendes – möglicherweise aber auch schon dieses Jahr – könnte das Wachstum dann höher als aktuell noch vorhergesagt ausfallen. Konkret: Union und SPD hatten mit den Grünen mehrere Grundgesetzänderungen (klingt eigentlich bedenklich, wenn das mal Schule macht) vereinbart. Das Ziel sei es, einerseits eine Lockerung der Schuldenbremse zu erreichen, um höhere Verteidigungsausgaben zu ermöglichen. Andererseits soll ein 500 Milliarden Euro schweres, über Schulden finanziertes Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität im Grundgesetz verankert werden. Im Dezember hatte das Ifo in seiner Prognose auch ein Alternativszenario genannt, das für den Fall der richtigen politischen Weichenstellungen für 2025 ein Wachstum von 1,1 Prozent und für 2026 von 1,6 Prozent vorhergesagt hatte. Wir werden sehen, ob auch wirklich richtig entschieden wird ...

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Politische Unsicherheiten könnten alles zu Fall bringen

Es könnte aber auch schlimmer kommen, wie die Münchener zugeben müssen. Denn politische Unsicherheiten, sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten, stellen erhebliche Risiken dar. Die neue US-Regierung hat ja nun eine erratische und protektionistische Wirtschaftspolitik eingeschlagen. Und die Importzölle auf Waren aus Mexiko, Kanada und China sowie entsprechende Gegenzölle haben erste negative Auswirkungen auf die US-Konjunktur und die Weltwirtschaft mit sich gebracht, wie es weiter heißt. Sollte es zusätzlich zu Zollerhöhungen auf europäische Produkte kommen, könnte das die deutsche Exportwirtschaft empfindlich treffen, auch wenn Forscher aus Kiel simuliert haben, dass es in Sachen Stahl und Aluminium nicht so schlimm werden dürfte. Für Wollmershäuser ist nun eine verlässliche Wirtschaftspolitik essenziell, um Vertrauen zu schaffen und Investitionen anzukurbeln. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit.

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