So geht`s nicht weiter! IG Metall will Tesla ins Schwitzen bringen

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Der neue Bezirksleiter der IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen, Jan Otto, will laut eigener Aussage beim Autobauer Tesla den Druck erhöhen, so die dpa.

Nicht alles Gold, was in dieser Farbe glänzt! Tesla in Grünheide ist wegen einiger unschöner Methoden in Verruf geraten. Die IG Metall will deshalb den Druck erhöhen, um die Lage für die Angestellten zu verbessern ...(Bild:  Tesla)
Nicht alles Gold, was in dieser Farbe glänzt! Tesla in Grünheide ist wegen einiger unschöner Methoden in Verruf geraten. Die IG Metall will deshalb den Druck erhöhen, um die Lage für die Angestellten zu verbessern ...
(Bild: Tesla)

Mit markigen Worten spricht Jan Otto von der IG Metall mit Blick auf Tesla: „Jetzt werden wir die Gangart verschärfen! Man kann mit mir wunderbare Deals machen, aber wenn man die nicht machen will, dann gibt es auch mal kräftig auf die Nase.“ (Ob das einen Multimilliardär dieser Kategorie beeindruckt, kann bezweifelt werden). Otto kritisiert etwa, dass Tesla die Beschäftigten über verschiedene Wege unter Druck setzt und die Arbeit ist seiner Ansicht nach stark verdichtet. Auch setze die Führungskultur auf „Bestrafungsmethoden“. Nicht zuletzt würden, wie schon früher angekreidet, Krankschreibungen angezweifelt und gezahltes Entgelt zurückgefordert, um Beschäftigte so letztlich zu Aufhebungsverträgen zu zwingen. Ein beliebtes Mittel des Autobauers sei es dabei auch, Beschäftigte in der vertraglichen Probezeit wieder zu entlassen.

Gewerkschaft glaubt an baldigen Tarifvertrag mit Tesla

Die Fluktuation im Werk sei deshalb vergleichsweise hoch. Tesla-Beschäftigte, die sich bei der IG Metall engagierten oder mit der Gewerkschaft in Kontakt treten, müssten auch damit rechnen, in Ungnade zu fallen, oder zu Einzelgesprächen zitiert zu werden, so Otto weiter. „Wir werden über kurz oder lang einen Tarifvertrag bei Tesla haben“, ist sich Otto mit Blick auf die Zukunft sicher. Auch will die IG Metall bei den Betriebsratswahlen die Mehrheit gewinnen, damit der Betriebsrat endlich die Interessen der Belegschaft vertreten kann und nicht mehr die des Managements dominieren. Otto setzt sich ausdrücklich dafür ein, den industriellen Schwund im Osten Deutschlands zu beenden, der zwangsläufig, so Otto, unschöne politische Folgen nach sich ziehen würde, die keiner mehr kontrollieren kann. Dabei soll auch ein politisch gesteuerter Hochlauf der Elektroautofertigung helfen.

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