Hybridantrieb Im Südwesten fahren bald Siemens-Batteriezüge

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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In Baden-Württemberg sind auf den Schienen oftmals noch Dieselzüge unterwegs. Der Einsatz der batterieelektrischen Züge soll nun ein neues Zeitalter für den regionalen Schienenverkehr einleiten.

Der Batteriehybridantrieb ermöglicht es den Zügen von Siemens auf Strecken mit und ohne Oberleitung zu fahren.(Bild:  Siemens)
Der Batteriehybridantrieb ermöglicht es den Zügen von Siemens auf Strecken mit und ohne Oberleitung zu fahren.
(Bild: Siemens)

Batteriezüge von Siemens sollen vom Dezember an in der baden-württembergischen Ortenauregion fahren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das ist für den Hersteller eine Deutschlandpremiere, wie Siemens Mobility am Montag in Offenburg mitteilte. Das Unternehmen eröffnete dort mit der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) eine Werkshalle zum Warten dieser Züge.

In der Ortenau werde in Baden-Württemberg „das batterieelektrische Zeitalter für den regionalen Schienenverkehr“ beginnen, teilte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit. Bisher sind in der Region häufig noch Dieselzüge unterwegs. Die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg hatte vor drei Jahren bei dem Hersteller 27 Batteriezüge vom Typ Mireo Plus B mit jeweils 120 Sitzplätzen bestellt. Da die Züge einen Batterie-Hybridantrieb haben, können sie auf Strecken mit oder ohne Oberleitung fahren.

Fahrt nach Frankreich noch nicht möglich

Ein Zug kommt im reinen Batteriebetrieb rund 80 Kilometer weit, wie Siemens Mobility mitteilte. Zu den Investitionskosten machte das Stuttgarter Verkehrsministerium mit Hinweis auf das Betriebs- und Geschäftsgeheimnis des Herstellers keine Angaben. Zum Ortenaunetz gehören vom Dezember an unter anderem die Strecken Offenburg - Freudenstadt/Hornberg, Offenburg - Bad Griesbach und Offenburg - Achern.

Die neuen Fahrzeuge werden nicht auf der Strecke Offenburg-Kehl-Straßburg fahren, denn sie erfüllen nicht die technischen Voraussetzungen für eine Fahrt nach Frankreich, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums auf Anfrage erklärte. Es sollen demnach voraussichtlich vom Dezember 2026 an Züge des französischen Herstellers Alstom eingesetzt werden.

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