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Netz aus Coaches und Multiplikatoren
Aus Stawowys Sicht ist ein gutes Netz aus Opex-Coaches oder Multiplikatoren essenziell: „Expertise und Erfahrung beschleunigen viele Verbesserungsprozesse enorm und das bedeutet, die Operational-Excellence-Expertise muss in der Linienorganisation vorhanden sein. Wir haben deswegen – bis auf wenige Ausnahmen – in jedem Produktionswerk einen Vollzeit-Excellence-Mann und wir haben in den größeren administrativen Bereichen geschulte Leute, die entsprechende Projekte durchführen.“
Ein weiterer Vorteil sei, dass so die Umsetzung von Opex von den Mitarbeitern viel eher als eigene Verantwortung begriffen werde.
Trotzdem gibt es auch bei Lapp ein kleines Stabsteam, das auch tatsächlich „Operational Excellence“ heißt. „Als Berater, um Verbesserungsprozesse zu moderieren, tritt dieses Team aber nur für die wenigen Bereiche auf, in denen es noch keine eigenen Opex-Experten gibt oder Kapazitätsbedarf besteht. Darüber hinaus hat es den Auftrag, den LOS-Methodenbaukasten zu erweitern auf Themen wie systematische Materialkostenreduktion oder den Bereich Arbeitssicherheit.“
Es brauche nicht nur Projekte um Rüstzeiten zu reduzieren, wenn das größere Potenzial in der Validierung neuer Materialien oder einer weiteren Professionalisierung im Arbeitsschutz liegt. „In beiden Themen sind wir schon gut, aber noch nicht da, wo wir sein wollen – wenn man sich mit den Besten vergleicht, gibt es noch einiges zu tun. Ich kann mir auch vorstellen, dass noch Themen dazukommen, die das Unternehmen heute noch nicht als LOS versteht, wie beispielsweise Komplexitätsmanagement im Produktportfolio. Meine Vision ist aber, dass wir irgendwann alle wichtigen Themen abgedeckt haben, dass es in allen Abteilungen geschulte Mitarbeiter gibt, dass Operational Excellence zu einer Selbstverständlichkeit wird und sich das Operational-Excellence-Team überflüssig macht."
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