IT-Outsourcing Industrie 4.0 macht IT zum Produktionsfaktor

Autor / Redakteur: Olaf Baunack / Claudia Otto

Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Dabei wird IT zum wichtigen Produktionsfaktor und verändert die Rolle der IT-Abteilungen im produzierenden Gewerbe. IT-Outsourcing hilft bei der Verwirklichung der „intelligenten Fabrik“.

Anbieter zum Thema

Industrie 4.0 – Steuerung und Überwachung von Maschinen über einen Tablet-PC wird alltäglich.
Industrie 4.0 – Steuerung und Überwachung von Maschinen über einen Tablet-PC wird alltäglich.
(Bild: Bigstockphoto.com)

Die Anforderungen an die IT im Rahmen von Industrie 4.0 stellt viele mittelständische Unternehmen in Deutschland vor eine nahezu unlösbare Aufgabe: Die IT-Abteilungen sind häufig weder in Größe, noch hinsichtlich Know-How und Budget auf derartige tiefgreifende Veränderungen eingestellt, gleichzeitig fehlt es an qualifizierten Nachwuchskräften. Eine Alternative zum kostspieligen und langwierigen Aufbau einer solchen internen Kompetenz bilden IT-Dienstleister.

Das Auslagern von IT ist kein neues Rezept. Klassisches IT-Ousourcing (ITO) wird bereits seit vielen Jahren betrieben. Aktuell befinden sich viele Unternehmen in einer Phase des Re-Sourcings: Bestehende, umfassende ITO-Verträge werden nachverhandelt, bisweilen gekündigt. Der zu beobachtende Trend in der Sourcing-Beratung geht dahin, einzelne Services auszulagern, unter Umständen sogar mit verschiedenen IT-Dienstleistern.

Sicherheitsbedenken stark ausgeprägt

Allerdings hat sich der Markt für IT-Dienstleistungen in den letzten Jahren grundlegend verändert: Besonders in Deutschland hatten ausländische IT-Dienstleister bisher große Schwierigkeiten, Kunden zu gewinnen und wurden hauptsächlich als Ressourcenlieferant angesehen. Hier waren zum einen Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Datensicherheit, als auch kulturelle und sprachliche Unterschiede ausschlaggebend. Während US-amerikanische oder britische Unternehmen ohne Probleme mit einem Service-Desk-Mitarbeiter in Indien telefonierten, war das für deutsche Unternehmen nicht realisierbar. Besonders die in den deutschprachigen Ländern sehr verbreitete „Engineering-Kultur“, also das starke prozessuale Denken „Wer macht was wie?“, machte es ausländischen IT-Service-Providern sehr schwer, ihre Leistungen im deutschen Markt zu verkaufen.

(ID:43227359)