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Höchste Systempriorität ermöglicht die geforderte Echtzeitfähigkeit
Die Socket-Applikation könne der Entwickler im Rahmen der Anwendung komfortabel erstellen. Diese kann in C/C++ oder Delphi programmiert werden. In Form einer Dynamic Link Library (DLL) kann die Echtzeit-Applikation auch in eine C#.NET-Anwendung eingebettet werden.
Wie funktioniert nun eine Echtzeiterweiterung für Windows? Grundsätzlich sind dabei mehrere Ziele zu relisieren: Einerseits muss es eine Echtzeitumgebung geben, die die zugrunde liegende Hardware direkt anspricht, um die geforderten Eigenschaften für zeitkritische Aufgaben zu erreichen. Andererseits sollte der normale Betrieb von Windows nicht beeinflusst werden. Ausnahmen sind in der Regel nur kurzzeitig zulässig.
Bei der Kithara Realtime Suite wird ein Echtzeit-Multitasking-System errichtet, welches Windows selbst als eine sehr niedrig priorisierte Task auffasst. Die Behandlung der zeitkritischen Interrupts von Timern und industriespezifischen Kommunikationskarten wird direkt an der Interrupt-Controller-Hardware vorgenommen. Nur durch die Absicherung der höchsten Sys-tempriorität wird die geforderte Echtzeitfähigkeit gewährleistet.
Compiler muss nativen Maschinencode erzeugen
Um dem Anwender diese Zusicherung weiterzugeben, ist kein eigenständiges RTOS (Real-Time Operating System) aufzusetzen. Stattdessen wird ihm eine Möglichkeit geboten, seinen zeitkritischen und hardwarenahen Programmcode in Form einer speziellen DLL in den Echtzeit-Kontext zu verlagern. Der Vorteil besteht nach Aussage von Kithara darin, dass die gewohnte Entwicklungsumgebung und Programmiersprache weiterhin ver-wendet werden kann und sich dadurch der Einarbeitungsaufwand in Grenzen hält. Bedingung ist, dass der verwendete Compiler nativen Maschinencode erzeugen muss. Dies gilt für verschiedene Entwicklungssysteme für C/C++ sowie die Delphi-Entwicklungsumgebung.
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