JEC Europe 2013 Industrielle Composite-Fertigung erhält klarere Konturen
In der Composite-Branche erhält die industrielle Fertigung immer klarere Konturen. Die JEC Europe 2013 gibt dabei Einblick in Entwicklungen der weltweiten Branche, die je nach Region aufgrund verschieden ausgeprägter Anwendungsmärkte andere Akzente setzt, beispielsweise im CFK-Bereich.
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Volles Haus vermeldete der Veranstalter der JEC Europe 2013 schon zu Beginn dieses Jahres. Rund 50.000 m2 Ausstellungsfläche wurden für die größte europäische Messe der Composite-Branche vom 12. bis 14. März in Paris reserviert. Das entspricht einer Fläche von acht Fußballfeldern. Die Branchenmesse, die auch weltweit die größte Plattform für Prozessketten zur Herstellung von Bauteilen aus Composite-Werkstoffen bildet, ist bis auf den letzten Platz belegt.
Dieser hohe Zuspruch soll sich bei den Besuchern widerspiegeln. Es wird ein Besucherrekord erwartet. Die Gründe dafür sieht der Veranstalter in den enormen Fortschritten bei der Konstruktion, der Herstellung und der Anwendung von Composite-Bauteilen. Viele Ergebnisse werden auf der Messe präsentiert. Ein Schwerpunkt der europäischen Aussteller liegt dabei mit Sicherheit auf der Bauteilherstellung, hat Frédérique Mutel, CEO der JEC Group recherchiert. „52 % der im Zeitraum 2011 und 2012 in Europa angemeldeten Patente betrafen automatisierte Herstellungsverfahren und Robotertechnik.“
Hohe Internationalität als Spiegel weltweiter Branchentrends
Größere Fortschritte verzeichnet die Composite-Branche bei allen Gliedern der Prozessketten: bei den Rohstoffherstellern, den Verarbeitern und den Anwendern. Der Veranstalter hat daraus zwölf „key themes“ gebildet: carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK), Bioverbundwerkstoffe, thermoplastische Composites, multifunktionale Werkstoffverbunde, Design, Robotertechnik, zerstörungsfreie Bauteilprüfung, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilbau, Elektroautos, Windenergie und Umweltschutz. Sie werden auf der Messe besonders im Rampenlicht stehen.
Anhand dieser Schlüsselthemen zeige die Messe, wie stark die Composite-Branche von Innovationen vorangetrieben werde, sagt JEC-Chefin Mutel. Das sollen sowohl der Ausstellungs- als auch der Konferenzbereich deutlich machen. Beide Bereiche umfassen Entwicklungen aus allen wichtigen Branchenregionen: aus Nordamerika, Asien und Europa. Basis dafür ist der hohe Auslandsteil bei den Ausstellern. Im vergangenen Jahr betrug er rund 70 %. Davon stellte Deutschland die größte ausländische Ausstellergruppe (19 %), gefolgt von den USA (10 %), von China und von Großbritannien.
Hoher Auslandsanteil im Ausstellungs- und Konferenzbereich
Der hohe Auslandsanteil im Ausstellungs- und Konferenzbereich spiegle die weltweiten Fortschritte der Branche wider, berichtet Mutel. Je nach Region werden dabei verschiedene Akzente gesetzt. Einen großen Einfluss darauf hat die Zusammensetzung der regionalen Anwendungsmärkte. In den USA sind traditionell die Bereiche Luftfahrt-, Raumfahrt- und Militärtechnik stark ausgeprägt. Sie benötigen vor allem CFK-Bauteile für Hightechanwendungen. Entsprechend hoch ist der Umsatzanteil von CFK auf dem US-amerikanischen Markt für Faserverbundbauteile, obwohl von der Verarbeitungsmenge her Glasfasern klar dominieren.
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