Gebäudemanagement Industrielle Dienstleistungen sind ein offener Wachstumsmarkt
Fachleute bescheinigen den industriellen Dienstleistungen, vor allem den Serviceleistungen wie der Instandhaltung, ungeahnte Wachstumspotenziale. Allein in Europa liegt der Umfang der...
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MM: Sie führen eines der größten Unternehmen für industrielle Instandhaltungsdienstleistung; wo sehen Sie Ihr Betätigungsfeld?Töpfer: Industrial Services sind seit vielen Jahren unser Kerngeschäft. Wir haben sehr frühzeitig erkannt, dass sich hier ein neuer Wachstumsmarkt bildet, und sind heute europaweit führend mit unseren Lösungen für die Prozessindustrie. Marktschwerpunkte liegen im Bereich der Öl-, Raffinerie-, Chemie- und Pharmaindustrie, in der Kraftwerks- und Offshore-Industrie, aber auch in der Lebensmittel- und Papierindustrie, kurz - überall dort, wo die Verfügbarkeit von Anlagen eine bedeutende Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen spielt. Unsere Stärke ist die Lösungs- und Serviceorientierung, die auf langfristige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kunden zugunsten von Effizienz und Produktivität zielt. Wir begleiten den gesamten Lebenszyklus von Industrieanlagen mit Services rund um Mechanik, Elektro-, Mess-, Steuer-, Regeltechnik, Isolierung, Gerüstbau und Korrosionsschutz, ergänzt durch technisches Spezial-Know-how, wie es beispielsweise die Analysentechnik in der Chemie- und Pharmaindustrie erfordert.MM: Wer sind Ihre Kunden?Töpfer: Zu unseren Kunden gehört der Großteil der Blue-Chips der oben genannten Branchen wie beispielsweise Total, Bayer, BASF, Stat-oil, Norsk Hydro, Shell, OMV, Vattenfall, Unipetrol oder Romgaz, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus arbeiten wir auch seit vielen Jahren erfolgreich mit bedeutenden Anlagenbauern zusammen, wie etwa Linde, Siemens, Alstom oder Foster Wheeler, die unsere Serviceleistungen in Investitionsprojekten nutzen.MM: Wie groß schätzen Sie den europäischen Markt für Instandhaltung - nennen Sie ein paar Daten?Töpfer: Dies lässt sich pauschal schwer beziffern. Tatsache ist, dass sich der Markt der Industriedienstleistungen in einem dynamischen Entwicklungsprozess befindet, der enormes Wachstumspotenzial hat. Die Situation ist in einem so jungen Markt anders als in den klassischen Märkten: Wir können uns hier nicht auf statistisches Datenmaterial aus der Vergangenheit stützen, sehr wohl aber auf Kundentrends und Markttendenzen. Und dort beobachten wir einen wachsenden Bedarf an technischer Dienstleistung und gesteigertes Interesse an umfassenden Serviceleistungen. Dies hat mit den steigenden Anforderungen an Produktivität und Verfügbarkeit, aber auch mit erhöhten Umweltauflagen und Effizienz zu tun. Der Bedarf an industrieller Dienstleistung wird deshalb in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Daraus abgeleitet gehen wir für Europa von Instandhaltungsaufwendungen von etwa 200 Mrd. Euro aus, wovon etwa ein Drittel auf die Zielmärkte von Rheinhold & Mahla innerhalb der Prozessindustrie entfällt. Von diesen Instandhaltungsaufwendungen wird derzeit wiederum etwa ein Drittel durch Dienstleistungsunternehmen erbracht, sodass wir derzeit von einem europäischen Marktvolumen von zirka 20 bis 25 Mrd. Euro in der Prozessindustrie ausgehen.MM: Mit welchen Strategien gehen Sie diesen Markt an?Töpfer: Mit unserer Strategie der „Solutions for Industrial Services“ haben wir uns aus zweierlei Gründen optimal aufgestellt. Zum einen sind wir in der Lage, komplementäre Gewerke effizient zu bündeln und unseren Kunden kompakte Lösungspakete bis hin zu langfristig angelegten Rahmen- und Full-Service-Verträgen anzubieten, zum anderen sind wir mit erstklassig qualifiziertem Personal in ganz Europa vertreten. Unsere internationalen Teams arbeiten schon heute auf hohem Niveau eng vernetzt zusammen, so dass wir auf Kundenwünsche flexibel reagieren und Kapazitätsschwankungen ausgleichen können. Dies wird in näherer Zukunft angesichts der zu erwartenden Verknappung von qualifiziertem Personal in unserem Markt ein weiterer Wettbewerbsvorteil sein. Rheinhold & Mahla bietet hier seinen europäischen Kunden durch die mittlerweile erreichte Größe von zirka 1,4 Mrd. Euro Jahresumsatz und 14 500 Mitarbeitern deutliche Vorteile bei Angeboten aus einer Hand.MM: Welche Bedeutung hat für Sie die Messe Maintain in München?Töpfer: Das Konzept der Maintain hat sich im vergangenen Jahr als Erfolg erwiesen, gerade weil sie sich als Spezialmesse ganz dezidiert einem Fachpublikum verschrieben und klare Ziele gesteckt hat: der Industrieinstandhaltung ein Forum zu schaffen. Die Messe poolt die großen Namen im Markt und zieht große Namen an, deshalb wird sie aus unserer Sicht eine wichtige Drehscheibe für die Entwicklung der industriellen Instandhaltung in Europa werden. Hier werden, abgespeckt von großen Shows, Informationen gegeben und Trends gezeigt und dem Kunden in sehr kompakter Form ein Überblick über das internationale Geschäft der Industrieinstandhaltung gegeben. Rheinhold & Mahla wird sich auf der Messe entsprechend als der Industriedienstleister für Europa präsentieren und zusätzlich einige aktuelle Highlights zum Thema Innovatives Stillstandsmanagement zeigen.